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»Der Christkindl-Job war einfach himmlisch«

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Bei der Eröffnung des Traunsteiner Christkindlmarkts strahlten nicht nur die Kinder um die Wette, sondern auch das Traunsteiner Christkindl, die 14-jährige Sophia Marie Huber.

Traunstein. Den ganzen Advent hindurch ist Sophia Marie Huber als Traunsteiner Christkind im Einsatz gewesen. Im Interview mit dem Traunsteiner Tagblatt blickt die 14-jährige Seebruckerin zurück auf eine aufregende Zeit – mit jeder Menge leuchtender Kinderaugen, einem Stapel »süßer« Weihnachtspost und einem »General-Engel« an ihrer Seite.


Sophia, Du warst den ganzen Advent über als Traunsteiner Christkind im Einsatz. Was war dein schönstes Erlebnis?

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Ich hatte wirklich viele schöne Erlebnisse, am besten jedoch haben mir die großen Augen der Kinder gefallen, wenn sie mich als Christkind gesehen haben. Das Beantworten der Briefe und Wunschzettel ans Christkind war natürlich auch ein absoluter Höhepunkt. Ich habe 70 Briefe bekommen, sie waren alle so süß gestaltet und aufwändig verziert, dass ich mich manchmal gar nicht getraut habe, sie aufzumachen. Ein Bub hat in seinen Brief geschrieben, dass ich ihm ja nicht wegfliegen soll, was ich richtig süß fand.

Wie viele Termine durftest du denn wahrnehmen? Das waren schon so einige, ich war oft bei Tombolas oder Preisziehungen dabei sowie bei den Kinderlesestunden der Stadt Traunstein. Jedes Wochenende konnte man mich an meinem Christkindl-Postamt treffen und mir die Wunschzettel geben, die ich dann natürlich so schnell, wie ich konnte, an meine Kollegen im Himmel weitergeleitet habe (lacht).

Du wolltest doch ganz gerne ins Krankenhaus, um den kranken Kindern dort eine Freude zu bereiten. Hat das geklappt?

Leider nicht, aber ich konnte wirklich viele andere Termine wahrnehmen, die allesamt Spaß gemacht haben.

Hast du eigentlich viele Leute kennengelernt?

Ja, auf jeden Fall! Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, mich mit anderen Leuten auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Das war echt eine richtig coole, neue Erfahrung, die ich da machen durfte. Mit den meisten Leuten bin ich auch immer noch in Kontakt.

Wie ist dein himmlischer Einsatz denn bei deinen Eltern, deiner Schwester und deinen Freuden angekommen?

Meine Eltern haben mich immer unterstützt und mich bei meinen himmlischen Terminen begleitet. Auch mein »General-Engel«, meine Schwester, war immer für mich da und hat mir stets geholfen, zum Beispiel beim Beantworten der Briefe. Und auch meine Freunde fanden meinen neuen »Job« als Traunsteiner Christkindl super. Sie haben mich oft in meinem Christkindl-Postamt am Stadtplatz besucht.

Was passiert denn jetzt mit deinem weiß-goldenen Kostüm?

Mein Christkindl-Kostüm darf ich behalten, es hat auch schon einen Ehrenplatz in meinem Zimmer, wo ich es immer anschauen kann. Es ist eine tolle Erinnerung an meine Zeit als Christkind. Denn immer wenn ich es anschaue, muss ich an die schöne Weihnachtszeit denken, die ich dieses Jahr hatte – und die ich garantiert auch nicht so schnell vergessen werde.

Würdest du dich noch einmal als Traunsteiner Christkind bewerben?

Der Christkindl-Job war einfach himmlisch. Wenn ich die Zeit hätte, würde ich mich gerne wieder bewerben. Da die neunte Klasse aber recht anstrengend ist, möchte ich mich lieber etwas mehr um die Schule kümmern. Und um fair zu sein: Es müssen auch mal andere die Chance haben, diese große Ehre tragen zu dürfen.