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Denkwürdiger Tag in der Jugendsiedlung

Traunreut. Denkwürdiger Tag in der Jugendsiedlung Traunreut: Für eine Feierstunde hat es gleich drei bedeutende Anlässe gegeben – die Einweihung des neues Schülerwohnheims und dessen »Taufe« auf den Namen des verdienten, früheren Vorsitzenden Rudolf Bayer, die Verabschiedung von Schulleiter und Geschäftsführer Alois Mühlbacher und die Amtseinführung des neuen Geschäftsführers Heiner Roth.

Sie haben das Werden der Jugendsiedlung Traunreut wesentlich geprägt: Rudolf Bayer (von rechts), seine Frau Steffi und Alois Mühlhuber vor dem neuen Wohnheim, das nach Rudolf Bayer benannt ist. (Foto: H. Eder)

Rudolf Bayer und seine Ehefrau Steffi durften symbolisch ein Band durchschneiden, ehe die Festbesucher das neue Gebäude betreten konnten. Danach enthüllten sie ein Kunstwerk, das ihnen zu Ehren geschaffen worden ist, und neben dem die wesentlichen Leistungen des Ehepaars Bayer auf einer Tafel dokumentiert sind.

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Unter den Mitarbeitern der Jugendsiedlung war nämlich ein Wettbewerb ausgerufen worden, um eine Erinnerungs-Plastik zu schaffen. Die Wahl fiel schließlich auf eine Wurzel-Skulptur, die Ausbilder Markus Schwab geschaffen hat. Die Wurzeln passen nicht nur symbolisch als Fundament zum Wahrzeichen der Jugendsiedlung, dem Baum; sie stehen nach Interpretation des Künstlers auch für die wachsende und treibende Kraft, durch die immer wieder neue Dinge entstehen sollen. Diese stärkenden Wurzeln seien Rudolf und Steffi Bayer immer für die Jugendsiedlung gewesen.

Wie Bayers Nachfolger Georg Mehler bei der zweistündigen Feier versicherte, solle die Benennung des Wohnheims nach Rudolf Bayer einerseits Anerkennung und Ehrung für das unermüdliche Wirken des Ehepaares sein, gleichzeitig sollten sie damit aber auch »dauerhaft und lebendig Vorbilder für die Jugendlichen sein«.

Bayer zeigte sich gerührt angesichts der Auszeichnung. In Reimform betonte er, die Benennung des Wohnheims nach ihm sei »ein Höhepunkt in meinem Leben und eine Ehre, die ich kaum fassen kann«. Bayer betonte dabei aber auch, dass ihm sein Einsatz vor allem durch die Unterstützung von Alois Mühlhuber möglich war.

Auch in den Ansprachen wurde deutlich, welch hohes Ansehen Mühlhuber genießt und wie beharrlich er für eine Weiterentwicklung der Einrichtung gekämpft hat. Mehler meinte, mit Mühlhuber verliere die Jugendsiedlung einen ihrer »treuesten und unerschrockensten Frontkämpfer«. Mühlhuber selbst sagte in seiner Abschiedsrede: »Besonders wichtig waren mir immer unsere Jugendlichen.« Er betonte, dass die Schüler der Jugendsiedlung zwar Förderbedarf haben, aber: »Sie haben auch ein enormes persönliches Potenzial.«

Schließlich wurde bei Feier noch der neue Geschäftsführer Heiner Roth begrüßt. Er erklärte, dass er mit dem Leitgedanken »Mit Herz und Verstand« die Jugendsiedlung in die Zukunft führen wolle.

Die Einweihung des neuen Rudolf-Bayer-Wohnheims übernahmen die evangelische Pfarrerin Betina Heckner, der katholischer Pfarrer Thomas Tauchert und Diakon Uwe Kraus. Ernst Mayer von Mayer Hoch- und Tiefbau aus Ruhpolding überreichte als Generalunternehmer den symbolischen Schlüssel an den Bereichsleiter der Wohnheime, Thomas Lobendank. he