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Den Wasserverlust halbiert

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Grassau. In der Jahreshauptversammlung des Wasserbeschaffungsverbandes Rottau gab Vorsteher Sebastian Stephan drei positive Nachrichten bekannt: Der Wasserverlust im Jahr 2012 fiel auf 9,4 Prozent gegenüber 18,6 Prozent im Vorjahr. Der Wassernotverbund mit dem Markt Grassau steht vor der Fertigstellung. Bei dieser Baumaßnahme kam man mit dem vorgesehenen Budget aus. Der Wasserpreis bleibt ausgesprochen günstig. Er beträgt nur 50 Cent pro Kubikmeter.


Bei den Neuwahlen gab es keine Veränderungen. In Rekordzeit wurde die neue Vorstandschaft gewählt: Verbandsvorsteher Sebastian Stephan, Stellvertreter Matthias Hofmann und die sechs Beisitzer Christian Ballauf, Florian Röthinger, Felix Laubhuber, Andreas Schmid, Nik Stephan und Hans Laubhuber junior. Neue Nachrücker sind Franz Hilger senior und Viktor Gruber senior.

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Für den Wassernotverbund, der nach dem neuesten Stand der Technik angelegt ist, mussten Rohre auf einer Länge von 530 Metern neu verlegt werden, wobei es dank des Entgegenkommens der Grundstückseigentümer keinerlei Probleme gab. Im Zusammenhang damit musste auch eine 250 Meter lange Hausanschlussleitung gelegt werden. Der Grund für diese Baumaßnahmen war, dass Ende Juni die wasserrechtliche Bewilligung der Salner-Quellen abgelaufen ist. Die Verordnung für Wasserschutzgebiete wird dort demnächst aufgehoben, sodass die Landwirte bei der Bewirtschaftung keine Einschränkungen mehr haben. Die offenbar marode Gussleitung von den Salner-Quellen zur Bundesstraße wird nicht mehr gebraucht. Dadurch ging der Wasserverbrauch um 30 Kubikmeter pro Tag zurück.

Der überwiegende Teil des Rottauer Trinkwassers mit 70 000 Kubikmeter kam von den Gedererwand-Quellen. Die Untersuchungen dieses Trinkwassers ergaben nie irgendwelche Kritikpunkte. Rund 1000 Kubikmeter bezog man aus Bernau. Die neue EU-Trinkwasser-Richtlinie sei, so Stephan, für den Verband nicht problematisch. Wegen der großen Baumaßnahmen im Rahmen des Notverbundes fielen im letzten Jahr Verluste von fast 14 000 Euro an, die durch Rücklagen ausgeglichen werden konnten. Im Liefervertrag im Notverbund mit Grassau ist ein Wasserpreis von 1,33 Euro pro Kubikmeter festgelegt. Trotzdem bestand keine Notwendigkeit, den Wasserpreis für Rottau zu erhöhen. Der ausgeglichene Haushaltsplan sieht Ausgaben von 50 000 Euro vor. Damit soll das Leitungsnetz modernisiert werden. Man wird eine alte Gussleitung ersetzen und alle Schieber überprüfen. Der Haushaltsplan wurde einstimmig angenommen.

Bürgermeister Rudi Jantke dankte dem Verband, dass er frisches Trinkwasser zu einem unschlagbar günstigen Preis anbiete. ja