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Den Ferienpark Vorauf wieder mit Leben erfüllen

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Siegsdorf. Hoch her ging's bei der Wahlversammlung der Grünen im Wirtshaus Mesnerwirt St. Johann. Besonders der Ferienpark Vorauf wurde dabei intensiv diskutiert. Wie Bürgermeisterkandidat Willi Geistanger erklärte, sei der Bebauungsplan des Ferienparks Vorauf-Feichten immer wieder Gegenstand teilweise heftiger Diskussionen im gemeindlichen Parlament. Dass der Bebauungsplan weiter entwickelt werden müsse, sei Konsens im Gemeinderat. An der Frage »wie gehen wir mit den Bewohnern um, die im Ferienpark dauerhaft wohnen?« schieden sich die Geister.


Nach dem derzeit gültigen Bebauungsplan seien die Eigentümer verpflichtet, ihre Wohnungen einem wechselnden Personenkreis zur Verfügung zu stellen. Nach dem allgemeinen Verständnis heißt dies, die Wohnungen zu touristischen Zwecken zu vermieten. Zweitwohnsitze und Dauerwohnsitze seien unzulässig.

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In der Realität würden aber die meisten Häuser als Zweitwohnung oder Dauerwohnsitze genutzt. Mit Gemeinderatsbeschluss vom 9. Dezember werde den Bewohnern mitgeteilt, dass nur noch die ausschließlich touristische Nutzung mit dem Bebauungsplan vereinbar sei. Die anderen Nutzungen würden nur noch personenbezogen geduldet. Von den Bewohnern des Ferienparks wurde kritisiert, dass die personenbezogene Duldung wohl dazu führen werde, dass die Eigentümer künftig weniger in die Sanierung ihrer Häuser investieren, da zu erwarten sei, dass die Häuser nur noch mit deutlichen Abschlägen zu veräußern sind. Notwendig sei jedoch eine deutliche Steigerung der Sanierungstätigkeit, um den Ferienpark attraktiv zu erhalten.

Willi Geistanger nannte die Entscheidung des Gemeinderates unglücklich. Ihm wäre es lieber gewesen, eine touristische Nutzung, Zweitwohnsitze und Dauerwohnen parallel zu ermöglichen. Er könne sich vorstellen, dass etwa Schüler der Traunsteiner Schulen eine preisgünstige Bleibe im Ferienpark finden. Er räumte allerdings ein, die rechtliche Situation sei äußerst unübersichtlich, da Bezugsfälle fehlen. Um eine saubere baurechtliche Lösung zu finden, werde wohl noch eine Menge Detailarbeit notwendig sein. Soll sich die touristische Nutzung im Ferienpark wieder deutlich verbessern, sei es notwendig, einen Investor zu finden, der im Zentralbereich eine attraktive touristische Einrichtung schafft. Leider seien die Bemühungen der Voraufer, der Gemeinde und des Landkreises Traunstein in der Vergangenheit, nicht erfolgreich gewesen.

Der Wunsch aller Diskussionsteilnehmer war, dass Wege gefunden werden müssen, damit der Ferienpark wieder besser genutzt wird, da besonders in der Nebensaison viele Wohnungen leer stünden. Für eine intensivere Nutzung sei jedoch Voraussetzung, dass die noch nicht energetisch sanierten Wohnungen auf den üblichen technischen Stand gebracht würden. Hier sei es möglich, den Heizenergieverbrauch deutlich zu senken und einen aktiven Beitrag zum lokalen Klimaschutz zu leisten, so Geistanger.