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»Den Christbaum das ganze Jahr stehen lassen«

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In festlichem Weiß und Blau grüßen  Wimpelketten  die Festzugs-Teilnehmer  auf  den Waginger Straßen, wie hier beim Oberbayerischen Bezirksschützentag. Die Wimpel die ganze Saison über hängen zu lassen fand im Gemeinderat keine Mehrheit. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Zahlreiche Wimpelketten zierten den Sommer über die wichtigsten Waginger Ortsstraßen. Anlass dafür waren die zwei großen Feste dieses Jahres: der Oberbayerische Bezirksschützentag und das Jubiläum des Waginger Trachtenvereins »D' Mühlberger«. Die vielen tausend Wimpel in Weiß und Blau haben Vereinsreferenten Schorsch Seehuber offenbar so gut gefallen, dass er im Gemeinderat angeregt hat, man möge diese Wimpelketten doch jedes Jahr während der Saison aufhängen. Das aber schien seinen Kollegen dann etwas zu viel des Guten zu sein.


Bürgermeister Herbert Häusl wies zunächst darauf hin, dass das Aufhängen der Wimpelketten eine »furchtbare Arbeit« sei. Außerdem müsse man dann jedes Mal die Hausbesitzer dazubekommen, dass sie die Ketten an ihren Fassaden auch befestigen lassen. Aber natürlich gäben die Wimpel ein schönes Bild ab.

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Hias Schneider bestätigte aus seiner Erfahrung vom Trachtenverein, dass das Aufhängen der Wimpel wirklich viel Arbeit bedeute, und wies zudem darauf hin, dass diese dann alle paar Jahre erneuert werden müssten, weil sie schnell verwittern. Willi Reiter brachte dann noch die Kostenfrage ins Spiel. Sepp Egger war aus anderen Gründen nicht ganz begeistert: Normal sollten die Wimpel nur bei Festen aufgehängt sein, meinte er, sonst wäre der Festcharakter dahin. Die Wimpel die ganze Saison über aufzuhängen, das würde ihm so vorkommen, als wollte man »ein ganzes Jahr lang den Christbaum stehen lassen«. Aus diesen und weiteren Anmerkungen zog Bürgermeister Häusl schließlich das kurze Fazit: »Lassen wir's, wie es ist.« Das heißt: Wimpel werden auch künftig nur bei großen Festen das Ortsbild zieren. he