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Den Aiblbachweg aufwändig saniert

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Neben der oberen wurde auch die untere Brücke neu erstellt. Das Bild gibt einen Eindruck, wie steil das Gewässer, der Aiblbach, dort abfließt und welche Kräfte wirken, wenn das Wasser zu einem reißenden Bach anwächst. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach. Der Aiblbach-Wanderweg gehört zu den schönsten Wanderwegen des Chiemgaus und ist der schönste, aber auch steile Wanderweg der Gemeinde Staudach-Egerndach. Schon vor dem Hochwasser Ende Juli war der Weg in einem äußerst schlechten Zustand und die Wasserschäden danach machten den Weg unbegehbar. Die Bayerischen Staatsforsten, die Bayerische Forstverwaltung des Landwirtschafts- und Forstamts Traunstein und die Gemeinde haben nun den Wanderweg saniert, der am Wochenende wieder für Wanderer freigegeben wird.


Linker Hand des teils schroffen Weges fließt idyllisch der naturbelassene Aiblbach. Bei Starkregen verwandelt sich dieser Bach aber zu einem reißenden Gewässer. Deutlich war dies nach dem Hochwasser 2013 und dann heuer nach den heftigen Regenfällen Ende Juli zu spüren. Das Wasser überschwemmte nicht nur die beiden, ohnehin bereits desolaten Brücken sondern auch große Teile des Wanderweges.

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Mit einem enormen Kostenaufwand von fast 100 000 Euro wurden der Weg sowie die Brücken, die teilweise gar nicht mehr existierten, wieder hergerichtet. Bei einem Ortstermin überzeugten sich Bürgermeister Hans Pertl, Forstamtmann Josef Gambs, Revierleiter des Forstreviers Inzell von der gelungenen Instandsetzung. Förster Andreas Held, der die Bauarbeiten leitete, informierte über das Projekt.

Wanderweg und Brücken waren in einem schlechten Zustand und durch die Unwetterschäden bestand Einsturzgefahr für die Stützmauer an der obersten Brücke. Der Weg war nicht mehr begehbar und musste gesperrt werden. Auch der Wanderweg selbst war von den Regenmassen zerstört worden und wurde auf einer Länge von 1200 Metern hergerichtet.

Hierzu gehörte auch die Sanierung der Wegemauern, um ein Abrutschen des Weges zu verhindern. Mit erheblichem Aufwand wurden die Brückenstützmauern wieder aufgebaut und die Brücke rekonstruiert. Held informierte, dass neue Stahlträger eingezogen wurden, die mittels Hubschrauber in das Waldgebiet geflogen wurden. Die beiden Holzbrücken wurden in Lärchenholz erstellt und mit Geländern versehen.

An einigen Stellen wurden auch die Böschungen gesichert und die schmalen Wasserabflüsse erneuert. Er schilderte die schweren Arbeiten, die durch das Gelände erschwert wurden, berichtete aber auch, wie zuverlässig alle Firmen gearbeitet hatten.

Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller lobte die Bauausführung. Dieser Wanderweg sei ein Beispiel, wie gut der Bayerische Staatsforsten mit der Verwaltung zusammenarbeite. Als Flächenverwalter sei der Staatsforst zuständig und über das Landwirtschaftsamt wurde das Projekt bezuschusst. Er wisse, dass ein solches Projekt über die finanziellen Möglichkeiten einer Gemeinde hinausgehe. Wichtig sei, dass hier kein Verkehr eröffnet werde und der Weg als reiner Wanderweg erhalten werde. Auch für Mountainbiker sei der Weg aufgrund der Steilheit nicht geeignet.

Bürgermeister Hans Pertl zeigte sich begeistert. Dies sei der schönste Wanderweg auf Staudach-Egerndacher Gebiet, betonte er. Er sei froh, dass der Weg nun wieder als Wanderweg genutzt werden kann. Die Gemeinde habe sich mit 5000 Euro an der Sanierung beteiligt. tb