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Den 512 Mitgliedern wird viel geboten

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Eine Reihe von Mitgliedern wurden von der Vorsitzenden Doreen Maierhofer (von links) für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Johanna Schmid, Resi Rhein und Matthias Posch (je 40 Jahre), Alois Rambichler (30 Jahre) und Maria Seehuber (40 Jahre). (Foto: H. Eder)

Waging am See – »Ein schönes Gartenjahr liegt hinter uns«, stellte Doreen Maierhofer, die Vorsitzender des Gartenbauvereins Otting, in der Frühjahrsversammlung im Gasthaus Oberwirt in Otting fest. Sie untermauerte ihre Feststellung mit der Aufzählung von über einem Dutzend interessanter Veranstaltungen, die vom Verein aus im vergangenen Jahr angeboten worden waren.


In der Versammlung wurden auch langjährige Mitglieder des 512 Mitglieder zählenden Vereins geehrt. Die Ehrennadel mit Kranz für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde an Susanne Geischeder verliehen, die Ehrennadel in Gold für 40 Jahre ging an Matthias Posch, Resi Rhein, Johanna Schmid, Maria Seehuber und Andreas Streitwieser. Die Ehrennadel in Silber erhielt Alois Rambichler für 30-jährige Mitgliedschaft.

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Das Programm des vergangenen Jahres begann mit dem Obstbaumschnittkurs mit Hans Gschirr, so Doreen Maierhofer. Schüler aus Otting starteten dann mit Unterstützung des Gartenbauvereins eine »Ramadama«-Aktion; im Anschluss daran wurden aus allerlei Wegwerf-Material kleine Tierchen gebastelt.

Einer der Höhepunkte des Jahres 2017 war das Lindenfest – aus Anlass der vor dem Friedhofseingang neu gepflanzten, jungen Linde als Ersatz für die alte, die gefällt hatte werden müssen. Zusammen mit dem Lindenfest wurde der Kraut-und-Krempel-Markt veranstaltet, bei dem die Jugendgruppe »Wilde Blumen« nicht nur bei einem Flohmarkt alles Mögliche zum Verkauf anbot, sondern auch rund 250 Tomatenpflanzen in 35 Sorten, die sie selbst aufgezogen hatte.

Der Zwei-Tages-Ausflug des Vereins hatte die Wachau und Tulln zum Ziel. Zwei weitere Fahrten gingen zum »Gmias-Miche« nach Kirchanschöring und zum Gemüsebau Steiner in Kirchweidach. Eine abendliche Radrundfahrt im Ottinger Bereich stand unter dem Motto »Von Garten zu Garten«. Dabei wurden die Gärten einiger Mitglieder besucht, damit man »sehen kann, wie im eigenen Verein gegartelt wird«. Als Ferienprogramm-Angebot wurde wieder die Waldolympiade angeboten. Weiters trafen sich Mitglieder zum Gestalten von Grabschmuck und zu Weidenflechtkursen. Und schließlich wurde noch der 85. Geburtstag des Ehrenvorsitzenden Hans Zahnbrecher gefeiert und ein Beitrag zur Verabschiedung von Pastoralreferent Georg Ziegltrum vorbereitet.

Mit nunmehr 512 Mitgliedern steht der Ottinger Gartenbauverein laut Doreen Maierhofer an fünfter Stelle im Landkreis. Für Otting mit seinen rund 1150 Einwohnern bedeute dies, dass jeder Zweite Mitglied im Verein ist: »Da bin ich echt stolz drauf.« Auch die Finanzen des Vereins sind in Ordnung, auch wenn der Kassenstand wegen vieler Veranstaltungen, wegen notwendiger Reparaturen der Leihgeräte und der Anschaffung einer Kamera um rund 2000 Euro zurückgegangen ist, wie Kassierin Manuela Zeitler auflistete.

Zum Schluss erinnerte die Vorsitzende noch an den Wettbewerb »Bienenfreundlicher Garten« des Kreisverbands. Sie rief die Mitglieder dazu auf, bei der Auswahl der Blumen und Sträucher darauf zu achten, »dass möglichst das ganze Jahr über etwas blüht«, damit die Honig- und Wildbienen sowie die Schmetterlinge Nahrung finden. Zwei Gärten aus seinem Einzugsgebiet kann jeder Gartenbauverein im Landkreis für den Wettbewerb einreichen; die Preisverteilung findet am 13. November im Gasthaus Michlwirt in Palling statt. Dann verwies Maierhofer noch auf zwei sich rasch verbreitende Pflanzenkrankheiten: das Blatt- und Triebsterben beim Ranunkelstrauch und beim Buchs. Sie empfahl den Mitgliedern, diese Pflanzen immer gut im Auge zu behalten.

Die wichtigsten Termine des aktuellen Jahres sind am 12. Mai der Kunst-und-Krempel-Markt, am 9./10. Juni der Ausflug zur Landesgartenschau nach Würzburg zusammen mit dem Gartenbauverein Taching, im Juni oder Juli wieder die Rundfahrt »Von Garten zu Garten«, am 15. September ein Ausflug nach Niederbayern und schließlich Weidenflechtkurse am 5. und 6. Oktober.

Um Schnecken ging es dann im kurzweiligen Vortrag des Gärtnermeisters Peter Gasteiger vom Kloster Gars am Inn. »Unsere kleinen Lieblinge«, wie er die Schnecken sarkastisch nannte, seien äußerst intelligente Tiere und lernen schnell dazu: »Es ist unglaublich, wia verreckt de Deifen san.« Die milden Winter der vergangenen Jahre und das relativ feuchte Klima böten den hauslosen »Spanischen Wegschnecken« geradezu ideale Lebensbedingungen. Die Tiere seien hauptsächlich nachts unterwegs, sehr heimattreu und sie finden immer wieder heim. Ihr Schleim mache die Tiere praktisch unverwundbar, und man müsse akzeptieren, dass es nie gelingen werde, einen Garten schneckenfrei zu bekommen.

Zur Bekämpfung der Schnecken gab der Fachmann zahlreiche Tipps, angefangen bei der Bodenbearbeitung, dem fachgerechten Mulchen mit trockenem, scharfkantigem Material und dem Anbau von »Feindpflanzen«. Nach Aussage des Referenten ist die schnellste und schmerzloseste Methode zum Abtöten der Tiere das Absammeln und anschließende Übergießen mit kochendem Wasser. Mit diesem Sud lassen sich dann angeblich weitere Schneckenangriffe vermeiden, wenn man bekannte Schneckenwege damit begieße. Weil die Schnecken sehr lernfähig sind, gab Gasteiger den Rat, öfters das Schneckenkorn zu wechseln, weil sonst die Tiere die Körner nicht mehr aufnähmen. he