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Defizit beim Einfordern von Ausständen

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Foto: Symbolbild

Kirchanschöring – Zur aktuellen Diskussion und verschiedenen kursierenden Gerüchten über die Gemeindekasse bezog Bürgermeister Hans-Jörg Birner in der jüngsten Gemeinderatssitzung öffentlich Stellung. »Anfang des Jahres wurde aufgrund eines Personalwechsels im Bereich der Kasse bei der Einforderung von Ausständen ein Defizit bei der Abarbeitung festgestellt.«


Offensichtlich seien berechtigte Forderungen der Gemeinde nicht vorschriftsmäßig nachverfolgt worden. »Diese Forderungen sind auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen und sind nicht durch die Zahlungspflichtigen selbst zu verantworten.« So seien zum Beispiel Lastschrifteinzüge nicht sauber ins System eingepflegt worden. Zudem seien aber auch Forderungen der Gemeinde in nicht unerheblichem Maße nicht beglichen worden. »Derzeit wird diese Aufgabenstellung in der Verwaltung intensiv abgearbeitet.«

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Birner stellte aber klar: Es handle sich ausschließlich um nicht eingeholte und berechtigte Forderungen der Kommune. »Beim Abarbeiten haben wir einen sehr pragmatischen Umgang mit den Bürgern gewählt.« Im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten habe man mit Zahlungspflichtigen beispielsweise Stundungen und Ratenzahlungen vereinbart. Zur Lösung des Problems habe er auch die überörtliche Rechnungsprüfung im Landratsamt Traunstein hinzugezogen. So arbeite man gemeinsam daran, die Abläufe künftig stabiler und besser kontrollierbar zu gestalten. Auch nehme man externe Hilfe in Anspruch.

»Ich bedanke mich ausdrücklich bei den derzeit zuständigen Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Kirchanschöring, die diese Aufgabenstellung mit viel Engagement aufgenommen haben und in wirklich großen Schritten einer Lösung zuführen.«

Dass die Mitarbeiter der Verwaltung aktuell alle Hände voll zu tun haben, wurde im Laufe der Sitzung deutlich. Georg Jäger fragte nämlich nach, ob eine Mitarbeiterin der Verwaltung nicht am Donnerstagnachmittag ins Rathaus kommen könne, um die Anmeldungen für »Eine Gemeinde geht auf Reisen« entgegenzunehmen. Birner bedauerte, dass er die Mitarbeiter nicht noch zusätzlich belasten könne. Daher appellierte er, dafür zusätzlich die Öffnungszeiten der Poststelle am Samstag für die Anmeldung zu nutzen. ca