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Defekter Elektro-Boiler löste Feuer aus

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Ein technischer Defekt am Badezimmerboiler soll das Feuer in der Wohnung ausgelöst haben. Weitere Bilder finden Sie im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos. (Foto: Volk)

Traunstein. Sachschaden von mindestens 25 000 Euro entstand am Samstagmittag bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Eugen-Rosner-Straße in der Nähe des Klinikums. Das Feuer war im Bad einer Eigentumswohnung im dritten Stock ausgebrochen, nach ersten Erkenntnissen der Polizei verursacht durch einen technischen Defekt an einem Elektroboiler. Verletzt wurde niemand. Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht zu Hause.


Die Integrierte Leitstelle Traunstein löste gegen 12.50 Uhr Großalarm für die Feuerwehren Traunstein, Kammer, Haslach, Wolkersdorf, Vachendorf und Erlstätt aus. Manfred Dandl, der 1. Kommandant der Feuerwehr Traunstein, traf als einer der Ersten am Brandort ein. Bei seiner Erkundung stellte er schnell fest, dass der Brand auf die Wohnung, vor allem auf das Badezimmer, im dritten Stock begrenzt war und keine weitere Ausdehnung und Gefahr für die restlichen Wohnungen zu befürchten waren.

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Deshalb wurden die anrückenden Wehren aus Vachendorf und Erlstätt wieder zum Gerätehaus zurückbeordert. Helfer der Feuerwehr Traunstein rückten mit Atemschutzgeräten in die Wohnung vor und hatten das Feuer nach kurzer Zeit gelöscht. Der Sachschaden ist dennoch beträchtlich. Der Brand des defekten Boilers im Badezimmer und der extreme Hitzestau lösten eine heftige Verpuffung aus, die den Türrahmen des Badezimmers mit einem lauten Knall aus der Mauer drückte und diese auch teilweise einstürzen ließ. Zudem wurde die Wohnung durch das Feuer stark verraucht.

Um den Brandrauch aus dem Gebäude zu blasen, setzte die Feuerwehr Belüftungsgeräte ein. Rund 45 Minuten nach Brandausbruch konnten die Nachbarn wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die vom Brand betroffene Wohnung ist vorerst unbewohnbar. Während der Löscharbeiten musste die Eugen-Rosner-Straße für rund eine Stunde komplett gesperrt werden.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr mit rund 70 Mann auch Kreisbrandrat Hans Gnadl und Kreisbrandinspektor Georg König, ebenso die Besatzung eines Rettungswagens des BRK und ein Notarzteinsatzfahrzeug und Beamte der Polizeiinspektion Traunstein. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung kann nach Angaben der Polizei als Ursache für das Feuer aber ausgeschlossen werden. Die Kripo geht davon aus, dass ein technischer Defekt am Badezimmerboiler das Feuer ausgelöst hatte. pv