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Debatte um die Zukunft der Schwimmbäder

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Mit diesen Transparenten versuchten einige Neukirchner, den Gemeinderäten eine Entscheidung zum Schwimmbad in Neukirchen abzuringen. (Foto: Albrecht)

Teisendorf – Viele Zuhörer waren zur letzten Gemeinderatssitzung gekommen, in der es um die Sanierung der Schwimmbäder in Neukirchen und Teisendorf ging. Eine Entscheidung hat das Gremium noch nicht getroffen – es will abwarten, bis Details hinsichtlich der Kosten für die Sanierung und den Betrieb der Bäder vorliegen.


Bürgermeister Thomas Gasser sagte, man wolle in dieser Sitzung nur Meinungen sammeln. Zwei Mitarbeiter der Planungsfirma Plafog stellten Möglichkeiten für die Sanierung der Schwimmbäder vor. In Freibädern habe sich Edelstahl als Auskleidung für die Becken bewährt. Dies sei zwar teuer, aber viel langlebiger als Folie. Für die Heizung der Schwimmbecken stelle eine reine Absorberanlage die günstigste Variante dar.

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Schwimmbadreferent Thomas Prechtl (CSU) berichtete über die Unterschriftenaktion nach der Infoveranstaltung für den Erhalt des Schwimmbades in Neukirchen. In Teisendorf und in Neukirchen sollen Fördervereine gegründet werden. In Neukirchen wolle der Förderverein den Kassendienst und den Kiosk am Schwimmbad übernehmen.

Für die Freien Wähler sagte Peter Schuhbeck, ein Bodengutachten bilde die Entscheidungsgrundlage. Zudem müsse es eine realistische Kostendarstellung geben. Die SPD empfinde die Situation ähnlich, sagte deren Sprecher Georg Quentin. Solange keine Kostenberechnung und keine Bodengutachten vorlägen, könne man keine Entscheidungen treffen. Bei einer vorhersehbaren Gesamtinvestition von etwa vier Millionen Euro bestehe noch »gewaltiger Informationsbedarf«.

Grünensprecherin Elisabeth Aschauer sagte, ihre Fraktion halte die Kosten für zu hoch. Bei der jetzigen Haushaltslage könne sich Teisendorf zwei Bäder nicht leisten. Alois Stadler, CSU, sagte, es sei auch Geld für andere Investitionen nötig. Solange Investitionskonzept und Bodengutachten fehlten, könne man nicht entscheiden.

In der Diskussion gab es Wortmeldungen sowohl für, als auch gegen den Erhalt beider Bäder. Der Grundkonsens war, dass zuerst konkrete Grundlagen erarbeitet und Unwägbarkeiten eingegrenzt werden. Erst dann entscheide man, was sich die Gemeinde leisten will und kann. Es sollten auch zusätzliche Attraktionen geschaffen werden. Prüfen sollte man auch, wie man die Vereine einbinden kann – sowohl bei den Baumaßnahmen als auch beim Betrieb.

Im nächsten Tagesordnungspunkt genehmigten sich die Ratsmitglieder ein höheres Sitzungsgeld: 35 statt bisher 30 Euro. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Die SPD-Fraktion wollte Informationen über die mögliche Weiterführung des Radwegs entlang der Bundesstraße von Spöck in Richtung Traunstein und der Ortsdurchfahrt Oberteisendorf. Bürgermeister Gasser sagte, diese Projekte würden nach wie vor verfolgt und sollten 2017 oder 2018 umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch bekanntgegeben, dass sich die Geschwindigkeitsmessungen in der Ortsdurchfahrt Oberteisendorf positiv ausgewirkt haben: Die durchschnittliche Geschwindigkeit sank von 55 km/h im Juni 2013 auf 47 im Dezember 2014.

Auf die Frage von Alois Stadler über das weitere Vorgehen bei der Breitbanderschließung sagte der Bürgermeister, die Entscheidung darüber soll in einer der nächsten Sitzungen fallen. Johann Rauscher wollte wissen, ob man schon Grundstücke für den Bahnhaltepunkt in Rückstetten gesichert habe. Ihm wurde beschieden, es seien Verhandlungen im Gange. Peter Schuhbeck bemängelte das Erscheinungsbild im Park an der Lindenallee außerhalb des Schulgeländes.

Er schlug vor, die Bank zu entfernen. Georg Quentin wies auf das schon bekannte Problem oft überfüllter Linienbusse hin, die Schüler von Traunstein in Richtung Teisendorf befördern. al