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Daxenberger-Jubiläum wurde zum Dorffest

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Bei den Mini-Truck-Freunden Berchtesgadener Land wurden Buben- und auch Männerträume wahr. (Foto: Seifert)

Seeon-Seebruck – Über 3000 Besucher verwandelten den »Tag des Schreiners«, verbunden mit dem Jubiläum »20 Jahre Schreinerei Daxenberger im Seeoner Gewerbegebiet«, in ein fröhliches Dorffest.


Mitte der 1990er Jahre war der Betriebssitz der Schreinerei im Truchtlachinger Ortskern (1963 gegründet) zu klein geworden. Deshalb erfolgte 1995 der Spatenstich für das neue Domizil, das nach 15-monatiger Bauzeit von den damals 40 Mitarbeitern bezogen wurde. Mittlerweile hat der Familienbetrieb rund 90 Mitarbeiter. Das Jubiläum wurde mit einem Festakt mit rund 300 geladenen Gästen gefeiert, dem schloss sich am Wochenende der »Tag des Schreiners« mit über 3000 Besuchern an.

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Plauderrunden statt trockene Festreden

Schon der Festakt war alles andere als eine trockene Angelegenheit: Auf lange Festreden hatte man bewusst verzichtet, stattdessen gab es nach Sektempfang und Blasmusik lockere Plauderrunden, die Karlheinz Kas, Bayern-1-Moderator und Redaktionsleiter der Heimatzeitung, moderierte. Die aktuellen »Chefs« – die Brüder Simon, Sepp und Bernhard Daxenberger – kamen ebenso zu Wort, wie die nächste Generation: die Söhne Bastian, Stefan und Simon jun. sowie Tochter Theresa Daxenberger. Die Mitarbeiter Markus Fritschka und Hias Schönlinner gaben ebenso witzig Einblick in den Arbeitsalltag wie zwei der 13 Auszubildenden, Florian Stitzl und Laura Korder.

Die Vertreter der Bildungseinrichtungen, Hans Bauer von der Meisterschule in Garmisch und Prof. Heinz Köster von der FH Rosenheim, Dr. Christian Wenzler vom Fachverband Schreinerhandwerk Bayern und auch Landtagsabgeordneter Klaus Steiner (CSU) brachen eine Lanze für das duale Ausbildungssystem im Handwerk, das »Leuchttürme« wie die Firma Daxenberger als Mitstreiter für die handwerkliche Ausbildung brauche. Die neue Wifö-Geschäftsführerin Dr. Birgit Seeholzer betonte, dass es trotz der guten Lage am Arbeits- und Ausbildungsmarkt noch einige Akzente zu setzen gelte. Und Bürgermeister Bernd Ruth stellte heraus, wie wichtig Firmen wie die Schreinerei Daxenberger für das soziale Gefüge der Gemeinde seien.

Franziska und Matthias Eder stellten die Entwicklung ihres Schulprojekts in Malawi vor, das von den Daxenbergers seit Jahren gefördert wird. So kommt unter anderem der Erlös der reichhaltigen Tombola beim »Tag des Schreiners« dem Projekt zugute, in dem mittlerweile fast 500 Schüler betreut werden.

Sepp Daxenberger stellte die Entwicklung der 1963 gegründeten Schreinerei seit dem Umzug nach Seeon dar. 1997 hatte das Brüder-Trio den Betrieb offiziell vom Vater Sepp sen. übernommen, der bis zu seinem Tod 2009 wichtiger Takt- und Ratgeber blieb. Skepsis von außen, ob das mit der Dreier-Spitze schon funktioniere, habe man den unbedingten Willen entgegengesetzt, ein positives Beispiel zu liefern.

Informationen rund um das Thema Bauen

Beim Tag des Schreiners wurde die Firma vor allem am Sonntag buchstäblich überrannt: Rund 3000 Besucher informierten sich nicht nur über den Schreinerbetrieb und dessen Produkte, Maschinenpark und Ausbildungsmöglichkeiten, sondern auch bei etlichen Ausstellern rund ums Bauen, Wohnen und Einrichten. Dicht umlagert waren die Stände, an denen alte Handwerkskunst vom Drechseln bis zum Besenbinden gezeigt wurde. Wer bei der Tombola seinen Preis abgeräumt hatte, ließ sich in der Küchenausstellung von einem Gaggenau-Profikoch verwöhnen oder versorgte sich am Verpflegungsstand, dessen Erlös ebenfalls wohltätigen Zwecken zugute kommt.

Beim Kinderprogramm konnten die Kleinen nicht nur Stelzen und Schlüsselkästen schreinern, sondern auch den Parcours der Mini-Truck-Freunde Berchtesgadener Land bestaunen, erste Versuche mit einem Minibagger unternehmen oder sich auf der Hüpfburg austoben. Zwischendurch schminkte Zauberclown Manuela unzählige Gesichter und verblüffte mit ihren Tricks. rse