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Dauerregen ließ Wasserpegel ansteigen

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In Traunstein stand das Wasser in den Unterführungen entlang der Traun. Die Wege wurden gesperrt. (Foto: Artes)
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Die Bundesstraße 307 zwischen Marquartstein und Kössen wurde gesperrt. Bei Raiten konnte man diese noch umfahren, es bildeten sich aber auch schon Seen auf den Wiesen. (Foto: Reichenbach)
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Die Straße zwischen Übersee und Grabenstätt wurde komplett überflutet. (Foto: FDL/Kirchhof)
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In Staudach sicherte die Freiwillige Feuerwehr den Alplbach, der durch das Dorf läuft, mit Sandsäcken. (Foto: FDL/Kirchhof)
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In Unterwössen wurde der Spielplatz auf dem Campingplatz Litzelau überflutet. Das aus den Bergen drängende Wasser setzte die niederen Flächen mehrere Zentimeter unter Wasser. (Foto: Flug)

Die anhaltenden Regenfälle der letzten zwei Tage führten im Landkreis Traunstein zu rasch ansteigenden Pegelständen. Bei vielen Anwohnern von Flüssen und Bächen kam die Erinnerung an das Jahrhunderthochwasser im Juni 2013 zurück. Doch dieses Mal ging es offenbar gut aus: Schon am Donnerstagnachmittag gingen die Wasserstände wieder zurück und größere Schäden sind derzeit auch nicht bekannt.


Der starke Regen verwandelte vielerorts kleine Bäche in reißende Ströme. An manchen Orten fielen in den vergangenen 24 Stunden bis zu 120 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, wie zum Beispiel in Unterwössen. Auch in Inzell und Ruhpolding regnete es mit knapp 90 Litern pro Quadratmeter sehr viel. Derart große Wassermengen können Wiesen und Felder nicht mehr aufnehmen, das Wasser bleibt stehen und bildet Seen. Flüsse und Bäche treten über die Ufer.

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In Traunstein stiegen die Pegel am Donnerstagvormittag sehr schnell. Gegen Mittag wurde im Bereich der Messstelle Hochberg die Meldestufe drei überschritten. Der Wasserpegel lag zu diesem Zeitpunkt bei 2,51 Meter. Entlang der Traun errichteten Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs aus Sicherheitsgründen Wegsperren, vor allem im Bereich der Unterführungen. Diese standen zum Teil schon unter Wasser. Dennoch gab es im Stadtgebiet kaum Überflutungen, was an den umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen der letzten Jahre liegen dürfte. Lediglich im Süden der Stadt wurden landwirtschaftliche Flächen überschwemmt und auch im Bereich der ehemaligen Bundeswehr-Sportplätze bei der Kläranlage stand Wasser.

Straßen mussten für den Verkehr gesperrt werden

Wegen des Wassers waren einige Straßen nicht mehr befahrbar. Gesperrt werden musste die Bundesstraße 307 zwischen Marquartstein und Kössen. Ursache der Überschwemmung der Straße ist der zurückgestaute Raitener Bach, der das Wasser der Tiroler Ache bei Hochwasser nicht mehr aufnehmen kann. Auch die Staatsstraße 2096 zwischen Übersee und Grabenstätt war gesperrt, da die Tiroler Ache über die Ufer getreten ist, die Straße überschwemmte und zum Teil auch unterspülte. An manchen Stellen überflutet war die Bundesstraße 305 bei Unterwössen, weil Laub die Gullideckel verstopfte und das Wasser nicht mehr abfließen konnte. In Staudach befestigte die Feuerwehr eine Stelle am Alplbach mit Sandsäcken und sperrte die Kreisstraße TS 34 in Richtung Marquartstein.

In Oberwössen überschwemmte der Moosbach angrenzende Wiesen. In Brem wurden Teile des Campingplatzes Litzelau vom aus den Bergen fließenden Wasser überflutet. In Unterwössen stauten sich die Wassermassen am Streichwehr des Hochwasserausleitungsbauwerks. Das Stauwasser überflutete den Entlastungskanal und große Wassermengen flossen in Richtung Flugplatz, wo sich große Seen bildeten. Sorgen machte der Unterwössener Feuerwehr, dass kurz vor Mittag der Wössner See überlief. Das Wasser begann, einen tiefer gelegenen Holzlagerplatz des Sägewerks zu überfluten. Durch rechtzeitiges Eingreifen der Feuerwehr wurden Schäden jedoch verhindert.

Pegelstände fielen am Nachmittag schnell ab

Der Regen ließ am Donnerstagnachmittag nach bzw. wurde leichter. Die Unwetterwarnung wegen Starkregens wurde ebenfalls aufgehoben und auch die Wasserstände gingen wieder zurück. In Traunstein lag der Pegel der Traun bei Redaktionsschluss für diese Ausgabe bei 1,71 Metern. Bei Staudach betrug die Wasserhöhe der Tiroler Ache noch 4,41 Meter. jar

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