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Das Zeitfenster ist eng bemessen

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Um den Treppenaufgang zur Wasserrutsche im Franz-Haberlander-Freibad zu sanieren, musste eine Baustraße errichtet werden. Die Straße, die von der Sonnenstraße über das Freibadgelände bis zur Baustelle führt und nach der Sanierung dann wieder unter dem Rasen verschwindet, kann später für weitere Sanierungsmaßnahmen genutzt werden. (Foto: Gabi Rasch)

Traunreut – Im Franz-Haberlander-Freibad laufen die Vorarbeiten für die Sanierung des Treppenaufgangs zur Wasserrutsche auf Hochtouren. Fraglich ist jedoch, ob der Treppenaufgang bis zur Eröffnung des Freibades am 5. Mai fertig sein wird. Die Auftragsvergaben an die Firmen mussten wegen der noch ausstehenden Haushaltsgenehmigung durch den Landkreis Traunstein verschoben werden. Seit rund einer Woche liegt die Genehmigung des Haushalts in der Stadtverwaltung aber vor.


Bürgermeister Klaus Ritter spricht von einer »leichten Verzögerung«. Auf der Baustelle war die Rede davon, dass es knapp werden könnte. Wenn das Wetter mitspiele, könnte man es aber möglicherweise zeitlich hinkriegen, hieß es von Seiten des Stadtbauamtes. Das Zeitfenster sei ohne die Verzögerung der Auftragsvergaben schon sehr knapp bemessen gewesen, man werde sich aber beeilen.

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Um die Maßnahme überhaupt durchführen zu können, musste von der Sonnenstraße aus über das Freibadgelände bis hin zur Wasserrutsche eine Baustraße für Lkws errichtet werden. Ohne eine befestigte Zufahrt wäre es nicht möglich, das Material für die Treppe anzuliefern. Die geschätzten Kosten für die Baustraße in Höhe von 37 000 Euro sind für die Zukunft aber gut angelegt. Die Straße, die nach der Treppensanierung wieder mit Humus aufgefüllt und unter dem Rasen verschwindet, kann künftig für weitere Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände genutzt werden. Nach Angaben des Stadtbauamtes sei die Trassen-Führung mit der Stadtgärtnerei abgestimmt worden, um eine mögliche Beeinträchtigung der Bäume auszuschließen.

Von einer Traunreuter Schlosserei, die den Auftrag für die Sanierung zu einem Angebotspreis von 80 000 Euro bekommen hat, wurde diese Woche das Aufmaß genommen. Der Treppenaufgang war im vergangenen Jahr vom TÜV beanstandet worden, weil er nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht. Zunächst wurde im Stadtrat über eine komplett neue Treppenanlage diskutiert. Es hat sich aber herausgestellt, dass eine Sanierung ausreicht. So werden jetzt nur das Geländer und die Stufen erneuert. Die sogenannten Pylonen (Stützen) sind noch gut in Schuss und sollen nur neu lackiert werden. Im Zuge der Maßnahme sollen auch die Palisaden bei der Treppenanlage entfernt und der Bereich neu bepflanzt werden. Sollten die Arbeiten bis zur Eröffnung des Freibades noch nicht abgeschlossen sein, müsste der betreffende Bereich entsprechend abgesichert werden. Der Eröffnungstermin des Freibades am 5. Mai ist aber fix und daran soll sich auch nichts ändern.

Unterdessen werden auch die drei Becken auf Vordermann gebracht. Das Schwimmerbecken wird gerade gereinigt und beschädigte Fliesen werden ausgetauscht. Auch das neue Edelstahlbecken (Freizeitbecken) muss mit einem speziellen Mittel komplett gereinigt werden; ebenso das Kinderbecken. Nach der Schließung des Hallenbades am 10. April sind auch die Bademeister gefordert, mit Hand anzulegen – zu tun gibt es jede Menge.

Wie berichtet, stehen im Freibad weitere Sanierungen an. Priorität hat die Badewassertechnik, die bereits 2017 ertüchtigt werden soll. Alle weiteren Maßnahmen sollen dann je nach Haushaltslage umgesetzt werden. ga