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Reit im Winkler Gemeinderat beschloss Gebührenhöhung um 10 Cent

Das Wasser wird teurer

Reit im Winkl. Das Trinkwasser in Reit im Winkl wird ab dem 1. Juli teurer. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine Erhöhung des Wasserpreises um 10 Cent je Kubikmeter auf 1,95 Euro. Die Grundgebühr steigt parallel um 5,4 Prozent. Dieser Preis gilt zunächst bis zum 30. Juni 2018.

Betroffen von dieser Erhöhung sind etwa 600 Anschlussnehmer im Ortszentrum. Dort wurde mit der Wiedererschließung der St. Pankratius-Quelle, besonders aber mit der Förderung von zwei Tiefenbrunnen, im Jahr 2011 die Trinkwasserversorgung neu geregelt. 1,7 Millionen Euro mussten damals finanziert werden und die Bürger hatten sich entschieden, den Betrag über mehrere Jahre in vier Raten zu bezahlen. Die Zusagen, dass der Wasserpreis dafür zunächst nicht steigen werde, konnte die Gemeinde nicht halten. Grund sei der ständig sinkende Wasserverbrauch am Ort.

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Alle vier Jahre muss eine Gemeinde prüfen, ob mit den Einnahmen der Anschlussnehmer auch die laufenden Kosten gedeckt werden können. Als Grundlage dienen Schätzungen über den Verbrauch in den folgenden Jahren. Diese Schätzungen sahen bei der letzten Prüfung im Jahr 2010 vor, dass der Wasserverbrauch bei 192 000 Kubikmeter liegen würde. Tatsächlich lag er aber bei 176 000 Kubikmeter. Nachdem die Ausgaben beim Wasserhaushalt konstant geblieben sind, müsse nun der Wasserpreis steigen, so Bürgermeister Josef Heigenhauser.

Dass die Bürger mit dem Trinkwasser sparsam umgingen, begrüßten die Räte in der Diskussion. Andererseits müssten aber die Kosten beglichen werden. Ein weiterer Grund am geringeren Wasserverbrauch könnte auch die Schließung des Hausberges als Skihang sein: für die Kunstschnee-Produktion wurden jährlich etwa 5400 Kubikmeter Wasser benötigt. Andererseits sei aber das Hotel Gut Steinbach an die Wasserversorgung angeschlossen worden. ost