Das Wasser läuft wieder in die Brunnen

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Noch abgedeckt sind die Brunnen der Stadt. Wenn kein Frost mehr kommt, dann werden die Schutzvorrichtungen für den Winter in dieser Woche entfernt. Auch auf dem Brunnen am Bahnhof liegt eine Plane (unser Bild). Doch nach ihrer Entfernung wird kein Wasser über die Anlage fließen. Weil dieser Brunnen nach wie vor undicht ist, wird er – im Unterschied zu den anderen – heuer nicht in Betrieb genommen. Die Stadt plant eine ähnliche Gestaltung wie im vergangenen Jahr, als sie unter dem Motto »Südsee Dahoam« Klappstühle aufstellte. (Foto: Pültz)

Traunstein – Sie sind eine Augenweide. Jahr für Jahr bereiten die Brunnen in Traunstein über Monate hinweg Einheimischen und Gästen gleichermaßen viel Freude. Insgesamt neun Blickfänger unterhält die Stadt. Nun erwachen sie wieder aus ihrem Winterschlaf. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat Eva Schneider, eine der Pressesprecherinnen im Rathaus, mitgeteilt, dass die Stadt die Abdeckungen voraussichtlich in dieser Woche entfernt – und dass sie dann den Wasserhahn aufdreht.


Über die gesamte Stadt verteilt sind die Wasserspiele. Der »Deisenseer-Brunnen« steht an der Schützenstraße, der »Neue Brunnen« und der »Lindlbrunnen« jeweils auf dem Stadtplatz, der »Taubenmarktbrunnen« auf dem Taubenmarkt, der »Rupertusbrunnen« am Maxplatz, der »Georgs-« und der »Bürgerbrunnen« jeweils an der Bahnhofstraße, der »Bahnhofsbrunnen« am Bahnhof sowie der »Freibrunnen« in Haidforst.

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Aufgrund der Wetterkapriolen in den vergangenen Tagen und Wochen nimmt die Stadt die Brunnen heuer etwas später in Betrieb. Die Saison beginne »in der Regel zu Ostern«, berichtete Schneider. »Dieses Jahr verschiebt sich der Start aber witterungsbedingt etwas nach hinten.« Geplant sei eine Aufnahme des Betriebs in dieser Woche – unter der Voraussetzung, dass dann die Tage mit Frost ein für alle Male vorbei sind.

Jahr für Jahr nimmt die Stadt eine Stange Geld in die Hand, um den Bürgern eine Freude zu bereiten. Nimmt man alles zusammen, so ergeben sich nach Angaben Schneiders Ausgaben von weit über 100.000 Euro. Was den Unterhalt und den Betrieb der städtischen Brunnen betrifft, so listet die Pressesprecherin im Einzelnen auf, dass unter anderem pro Jahr rund 25.000 Euro an Wasserkosten – so der Durchschnitt in den vergangenen fünf Jahren – anfallen. Hinzu kommen ihren Angaben zufolge Personalkosten für die innere Verrechnung in Höhe von rund 41.000 Euro sowie vor allem auch Fahrzeugkosten, die mit 68.000 Euro anzusetzen sind.

Zu Buche schlagen außerdem die Stromversorgung der Brunnen – und zwar mit 11.000 Euro – sowie die Kosten für Reinigungs- und Hilfsmittel, Chlor, Gerätschaften und anderes mit rund 5000 Euro. Die Kosten variieren laut der Pressesprecherin »relativ stark«. Unter anderem spiele die Witterung eine Rolle, ebenso die Frage, wie oft und wie intensiv die Stadt die Anlagen reinigen muss. Auch außerordentliche Instandsetzungen könnten nicht geplant werden.

Wenn die Stadt die Brunnensaison nun einläutet, dann bleibt eine Anlage trocken: Kein Wasser fließt auch in diesem Jahr in den Bahnhofsbrunnen. Der Grund: Er ist nach wie vor undicht und muss saniert werden. Doch wann die Stadt den Schaden behebt, ist laut Schneider offen. Und was die Reparatur kostet, ist ihren Angaben zufolge ebenfalls nicht bekannt. Ohne Zahlen zu nennen, spricht Schneider lediglich von »hohen Sanierungskosten«.

Die städtischen Gremien hätten, wie die Pressesprecherin der Verwaltung im Rathaus weiter mitteilte, entschieden, die Sanierung des Bahnhofbrunnens »vorerst zurückzustellen«. Ähnlich wie im vergangenen Jahr, als die Stadt das Motto »Südsee Dahoam« ausgegeben und dann Klappstühle aufgestellt hatte, werde der Brunnen auch heuer wieder gestaltet.

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