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Das wärmste Jahr seit über 40 Jahren

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Mit einer Durchschnittstemperatur von 10,7 Grad war 2014 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung am Traundamm. Im vergangenen Jahr blühten die Rosen bei vielen Traunsteinern, nicht nur im Hochsommer, wie hier bei den Rosentagen, sondern auch noch im eigenen Garten kurz vor Weihnachten. (Foto: Poschinger)

Traunstein – Das Jahr 2014 geht in Deutschland als wärmstes Jahr in die jüngere Geschichte ein. Das trifft auch auf Traunstein zu, wie die Wetteraufzeichnungen von Lieselotte und Manfred Huber am Traundamm bestätigen. Dort werden die Daten seit 1974 aufgezeichnet und sie ergaben heuer erstmals eine Durchschnittstemperatur von 10,7 Grad.


»Das sind 2,1 Grad mehr als der Mittelwert der letzten 41 Jahre«, erklärt Manfred Huber, »und das trotz des teilweise schlechten Sommers.« Das bisher wärmste Jahr wurde in Traunstein im Jahr 2000 mit 10,6 Grad gemessen und das kälteste 1991 mit nur 6,5 Grad im Durchschnitt.

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Die kälteste Nacht war am 29. Dezember

Erstaunliche Temperaturrekorde im Plus- oder Minusbereich brachte das vergangene Jahr aber kaum mit sich. Der wärmste Tag mit 34 Grad war am 10. Juni und die kälteste Nacht war zum Jahresende am 29. Dezember mit minus 9,6 Grad. Zum Vergleich: Der Spitzenwert von 36,6 Grad wurde am 28. Juli 2001 gemessen, während am 8. Januar 1985 das Thermometer auf minus 26 Grad sank.

Mit 56 Nächten an denen es im vergangenen Jahr Frost gab – darunter jedoch nie zweistellig – liegt Traunstein erheblich unter dem Durchschnitt von 105 Frostnächten in den vergangenen 40 Jahren, davon 14 im zweistelligen Minusbereich. Der letzte Frost im Frühjahr 2014 wurde am 18. April und der erste Frost im späten Herbst am 9. Dezember gemessen. Am häufigsten sank 1992 das Thermometer in den Minusbereich, nämlich 155 Mal. Dauerfrost gab es 2014 nur vier Mal, das ist Negativrekord. Der Durchschnitt sind 20 Tage. Den meisten Dauerfrost gab es 2010 mit 49 Tagen.

»Bei den Plustemperaturen sieht es etwas anders aus. Es gab 107 Nächte, an denen wir zweistellige Nachttemperaturen hatten, der Durchschnitt liegt bei 88 Nächten«, erklärt Huber. An 244 Tagen erreichte die Tagestemperatur 2014 den zweistelligen Bereich, das war Rekord. Über 20 Grad gab es an 117 Tagen, davon 45 Tage mit Sommertemperaturen. Die 30-Grad-Marke wurde 2014 nur an fünf Tagen überschritten, zwei Tage weniger als der Durchschnitt.

An 266 Tagen zeigte sich im Jahr 2014 die Sonne, das sind 20 Tage mehr als der Durchschnitt. Die meisten Sonnentage gab es 2009 (286 Tage) und am wenigsten gab es 1978 (211). Niederschlag gab es an 171 Tagen, das liegt nur gering unter dem Durchschnitt von 179 Tagen. Die meisten Tage mit Niederschlag waren 1994 (235 Tage) und am wenigsten gab es 1976 (128).

Schneefall gab es nur an 20 Tagen

Schnee war über das ganze Jahr gesehen Mangelware, es schneite nur an 20 Tagen, davon entfielen bereits auf den Dezember acht Tage. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der letzten 40 Jahre liegt bei 42 Tagen. Der letzte Schnee des Winters 2013/2014 fiel am 16. April. Die ersten Schneeflocken der neuen Saison kamen bereits am 23. Oktober 2014, blieben aber nicht liegen. Bis Ende Dezember mussten die Traunsteiner danach auf ergiebige Schneefälle warten. Am häufigsten schneite es 1981, damals waren es 64 Tage, und bisher am wenigsten waren es 2002 mit nur 16 Tagen.

Gewitter gab es an 18 Tagen, das sind fünf weniger als der Durchschnitt. Die meisten Gewitter gab es 1988, damals blitzte und donnerte es an 34 Tagen. Hagel und Graupel gab es 2014 an vier Tagen, das ist durchschnittlich. »Nebel hatten wir 2014 an 54 Tagen. Damit liegen wir erheblich über dem 40-Jahres-Durchschnitt von 38 Tagen«, so Huber. Am trübsten war es jedoch 1996 mit 65 Nebeltagen. HM/apo

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