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»Das Tourismusgebäude ist ein Prachtstück geworden«

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Franziska Demel übergab im Beisein von Architekt Sylvester Dufter (Mitte) an Bürgermeister Claus Pichler den Schlüssel für den sanierten Bahnhof. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Nach einem Jahr Bauzeit war es jetzt endlich soweit: das sanierte und denkmalgeschützte Ruhpoldinger Bahnhofs- und das neue Tourismusgebäude wurden bei einem Festakt übergeben und eingeweiht.


In dem Gebäude befinden sich jetzt die Tourist-Information und die Ruhpoldinger Tourismus GmbH (RTG). »Für uns hat dieser Tag eine ganz besonders festliche Note, dürfen wir doch den Abschluss der Renovierungsarbeiten am Bahnhof und den Neubau unserer Tourist-Information feierlich begehen«, sagte Bürgermeister Claus Pichler, ehe er das Wort an Landrat Sigi Walch übergab. Ruhpolding sei ein bedeutender Ort für den Tourismus, hob dieser hervor, denn schließlich sei 1933 hier der »Startschuss für den Chiemgau-Tourismus gefallen«.

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Walch prognostizierte, dass die Weiterentwicklung nicht stehen bleiben werde, aber daran müsse gearbeitet werden. Die Zukunft des Tourismus gehe nur über Qualität, das heiße, den Gästen muss immer etwas Besonderes geboten werden, »wie damals vor 84 Jahren bei der Abholung mittels Leiterwagen und der Blechmusik bei der Ankunft«. Das neue Gebäude stehe für die Entwicklung des Tourismus und darum sei die Maßnahme auch vom Landkreis unterstützt worden. »Ich wünsche euch viel Freude mit dem Gebäude.«

»Gut, dass das Tourismusgebäude nun eingeweiht wird. Es ist ein Prachtstück geworden«, betonte Regierungspräsidentin Brigitta Brunner. Dazu habe auch sie die Fördertöpfe der Städtebauförderung gerne in Anspruch genommen. Man habe erkannt, dass die Städtebauförderungen und die Finanzfördermittel durch den Freistaat und den Bund Orte aufwerten können. »Das ist gut investiertes Geld.« Das sanierte Bahnhofsgebäude sei eine Einrichtung, die nun wesentlich dem Wohlstand und der Weiterentwicklung von Ruhpolding dienen. »Der sanierte Bahnhof und die Tourist-Information werden ein wichtiger Raum des Austausches und der Begegnung in Ruhpolding sein.«

In seiner Festrede ließ Bürgermeister Pichler noch einmal den Umbau Revue passieren. »Als ich im März 2009 den Kaufvertrag für das Bahnhofsgelände beim Notar unterschrieben habe, hatte ich noch keine Vorstellung, was mich alles an Hindernissen und Hürden erwartet.« Von der Vertragsunterzeichnung bis zum tatsächlichen Besitzübergang habe es jahrelange Anstrengungen und viel Überzeugungskraft gebraucht, um Skepsis und Zweifel zu überwinden. Viele kleinere und größere Sorgen und Probleme seien während der Bauphase aufgetaucht. Die Kostensteigerung würde sich aber letztlich in Grenzen halten. »Für die 2,2 Millionen Euro Baukosten bekommen wir einen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro.« Abschließend galt sein Dank allen, die mit viel Einsatz an den Baumaßnahmen beteiligt waren. »Jetzt sind wir fristgerecht am Ziel angekommen«, sagte der Bürgermeister, ehe der evangelische Pfarrer Thomas Schmeckenbecher und der katholische Diakon Josef Eixenberger den kirchlichen Segen für die Gebäude erteilten. Danach fand die Schlüsselübergabe durch den Architekten Sylvester Dufter und seine Mitarbeiterin Franziska Demel statt.

Schließlich hatten die Festgäste noch die Gelegenheit, sich von der gelungenen Sanierung zu überzeugen. Gerade die hellen und doch bodenständig wirkenden Räume der Tourist-Information werden sicher in Zukunft eine beliebte Anlaufstelle für die Feriengäste sein. hab

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