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Das Tierheim Trenkmoos bekommt ein neues Hundehaus

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Das neue Hundehaus des Tierheims Trenkmoos nimmt bereits Gestalt an und soll im Spätherbst bezugsfertig sein. Nicht nur die Hunde, sondern auch das Tierheim-Team um Anna Obermeier und der Tierschutzverein Traunstein können es kaum erwarten. (Foto: Müller)

Traunstein – Das Personal des Tierheims Trenkmoos und der Tierschutzverein Traunstein freuen sich schon auf das neue Hundehaus, dessen Neubau zügig wächst und der im Spätherbst eingeweiht werden soll. Das alte, mittlerweile abgerissene Hundehaus sei vor 30 Jahren nach den Auflagen des damaligen Tierschutzgesetzes gebaut worden, betonte die stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Traunstein, Helga Steiner, beim Pressetermin im Beisein ihres Mannes, Schatzmeister Herbert Steiner, und der Bürokraft des Tierheims, Sigrun Wagner.


Deswegen sei man ziemlich überrascht und zunächst auch sehr besorgt gewesen, als das Veterinäramt die Hunde-Zwinger bei der letzten Kontrolle für »zu klein« befunden habe. Nur dank dreier großer Erbschaften habe man schließlich am 30. März mit dem Neubau des hochmodernen Hundehauses beginnen können. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 423 000 Euro.

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Das rund 210 Quadratmeter große gemauerte Gebäude ist gut 23 Meter lang und rund neun Meter breit, so Herbert Steiner. Vorgesehen seien dort zwölf Zwinger mit Gitter und vier Zimmer ohne Gitter. In einem dieser lichtdurchfluteten Zimmer werde man die Hundewelpen unterbringen, so die Stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Traunstein, der heuer sein 60-jähriges Bestehen feiert.

»Alle Räumlichkeiten werden im neuen Hundehaus auch bestens isoliert und beheizbar sein«, verwies sie auf einen weiteren Fortschritt. Jeder Hund bekomme natürlich wieder seinen eigenen Außenbereich. Das weitläufige Freigehege werde den Vierbeinern wie bisher zur Verfügung stehen, so Sigrun Wagner. Auch die Hunde, die derzeit übergangsweise im Katzen-Quarantänebereich untergebracht sind, scheinen ihren Umzug ins neue Heim kaum erwarten zu können, denn kaum hatten die Arbeiter ihre Mittagspause beendet, motivierten sie diese mit lautem Gebelle.

Wie bereits bekanntgegeben, könne man während der Bauarbeiten vorübergehend keine privaten Tiere und Pensionstiere aufnehmen, bedauerte Wagner. Es bestehe aber nach wie vor die Möglichkeit, montags bis samstags ab 14 Uhr mit den Hunden des Tierheims spazieren zu gehen. »Aus versicherungstechnischen Gründen ist dies aber nur möglich, wenn die Personen, das gilt auch für die Begleitung, 18 Jahre alt sind«, so Wagner.

Auch wenn die drei Erbschaften zum richtigen Zeitpunkt eingegangen seien, sei man weiterhin auf Gelder angewiesen, um das Tierheim mit seinen hohen laufenden Kosten zu unterhalten, betonte Helga Steiner und erinnerte daran, dass man 2010 schon einmal kurz vor dem Aus gestanden habe. Um das Tierheim zur retten, hatten sich damals die 35 Landkreis-Kommunen zur einmaligen Soforthilfe von jeweils 1000 Euro entschieden.

Mit 25 (mittlerweile 26) Gemeinden gibt es seit 2012 auch einen Vertrag, in dem sich diese dazu bereit erklärten, dem Tierheim jährlich 50 Cent pro Einwohner zukommen zu lassen. »Dieser für uns existenzielle Vertrag läuft 2016 aus und muss neu verhandelt werden«, so Steiner.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0861/39 49. Spenden kann man auf das Konto VR-Bank Oberbayern Südost eG, IBAN: DE41 7109 0000 0008 9382 37, BIC: GENODEF1BGL. mmü