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Das Tierheim in Trenkmoos ist »sauber beinand«

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Viele Besucher interessierten sich für das neue Hundehaus. (Foto: Buthke)

Surberg – Zufrieden war die Vorsitzende des Tierschutzvereins Traunstein und Umgebung, Elisabeth Tikal, über die Besucherresonanz beim Tag der offenen Tür im Tierheim in Trenkmoos bei Traunstein. Trotz des unbeständigen, leicht regnerischen Wetters kamen doch sehr viele Besucher, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie gut die Tiere untergebracht und versorgt werden.


Vor allem für das neue Hundehaus interessierten sich die Gäste, in dem derzeit acht Hunde untergebracht sind. Zusätzlich wurden für die Hunde vier großzügige Freigehege geschaffen, in denen die Vierbeiner als Herdentiere miteinander einen Auslauf haben. Natürlich werden nur diejenigen zusammengeführt, die auch friedlich miteinander umgehen, wie Tikal betonte. Für die Freigehege wurden Spenden gesammelt sowie Strick- und Bastelartikel verkauft. Mit dem Geld sollen in den Freigehegen Bäume gepflanzt und Hundehütten aufgestellt werden, damit die Hunde bei Bedarf auch Schatten finden.

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Im Katzenhaus warten 38 Katzen auf ein neues Zuhause. Die meisten Tiere ließen sich von den Besuchern jedoch in ihrer Mittagsruhe nicht stören. Eine große oder eine kleine Katze? Was soll es denn sein? Diese Diskussion entspannt sich mitunter zwischen Eltern und Kindern an den Gehegen. Aber ein »Hin und Mit« gibt es beim Traunsteiner Tierschutzverein nicht. Denn es gibt bestimmte Regeln, wer eine Katze bekommt, betonte die zweite Vorsitzende Helga Steiner. So werden zum Beispiel keine Katzen an Leute abgegeben, die an stark befahrenen Straßen wohnen. »Wir päppeln die Katzen doch nicht mit viel Geld auf und der neue Besitzer kommt nach zwei Wochen wieder zu uns, weil die Katze totgefahren wurde«, lautete ihre Begründung. Das Tierheim ist jedoch nicht nur für Hunde und Katzen zuständig. Untergebracht sind weiterhin zehn Nager, vier Reptilien und 38 Vögel.

Es wurde beim Tag der offenen Tür wieder einiges unternommen, um das ehrenamtliche Engagement mit Einnahmen zu unterstützen. Es gab wieder einen großen Flohmarkt mit vielen Gebrauchsgegenständen und einen interessanten Bücherflohmarkt mit reichlich Lesestoff. Auch für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen, heißen Würstchen, Pizzaschnitten und Kaltgetränken gesorgt. Der Überschuss kommt wieder dem Tierschutz zugute.

Wie in jedem Jahr hatte auch die Traunsteinerin Rosi Brenninger 500 Euro für die Durchführung des Tags der offenen Tür aus dem Erlös ihres Gebrauchtkleidermarkts gespendet. Weitere Spenden sind jederzeit willkommen.

Auch für die kleinen Besucher gab es ein Beschäftigungsprogramm. Emsig wurde beim Malwettbewerb mit bunten Stiften fantasievoll gemalt, denn die Kinder konnten schöne Preise gewinnen. Der große Renner bei den Kleinen war auch wieder das Kinderschminken.

Im Namen der Stadt dankte dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner dem Tierschutzverein für seinen unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz. Sie ging kurz auf die Entwicklung des Tierheims in der Vergangenheit ein, die nicht immer einfach gewesen sei. Heute stehe das Tierheim aber sehr gut da.

Auch Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer drückte gegenüber der Vorsitzenden Elisabeth Tikal seinen Respekt über die gute Entwicklung des Tierheims aus. Das Tierheim sei »sauber beinand«. Die Schwierigkeiten und Probleme, die es in der Vergangenheit immer wieder einmal gegeben habe, hätten sich inzwischen gelegt. Bjr