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Das Schwimmbad doch länger öffnen

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Bergen. Nur wenige Wortmeldungen gab es bei der jüngsten Bürgerversammlung in Bergen: Den Auftritt von Rupert Steiner, der als Bruder Barnabas mit viel Witz und Humor auf Gemeindethemen einging, und die Anregung von Heinz Sander, die Gemeinde Bergen solle doch überlegen, das Schwimmbad doch länger als 19 Uhr offen zu lassen.


Bergen verzeichnet stetigen Bevölkerungszuwachs

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Die Gemeinde Bergen in enger Zusammenarbeit mit Verwaltung, Gemeinderat und Bürgern für die Zukunft fit zu machen, ist seit Jahren das Anliegen von Bürgermeister Bernd Gietl. Das sei das Leitbild, sagte er bei der Versammlung mit knapp 280 Bürgern. Bergen verzeichne einen stetigen Bevölkerungszuwachs. Ende 2012 hatte die Gemeinde 4908 Bürger, vor zehn Jahren waren es knapp 4000.

»Das liegt an unserer sehr guten Entwicklung der Infrastruktur«, stellte Gietl fest, und betonte die hohe Auslastung der Kindergärten. Der Gemeindekindergarten feiert am 29. Juni sein 20-jähriges Bestehen. Der Bau der Kinderkrippe mit 18 Plätzen liege im Zeitplan. Die Eröffnung erwarte er zum 1. Dezember. Die Baukosten belaufen sich auf 665 000 Euro, der staatliche Zuschuss werde 425 400 Euro betragen. Die Krippe leiten werde Erzieherin Lydia Grandl, Mitarbeiterin ist Kinderpflegerin Tamara Jäger.

Positiv entwickelt hätten sich auch die Grund- und Mittelschule Bergen, die Mittagsbetreuung und der Mittelschulverbund Chiemgau Süd mit Bergen, Siegsdorf, Vachendorf, Inzell und Ruhpolding. Auch die Zusammenarbeit mit Bürgermeistern, Schulleitungen und Mittelschulkoordinator Willi Robel sei gut.

Gietl berichtete weiter über die Feuerwehren Holzhausen und Bergen, die Lawinenkommission, Wasser- und Bergwacht sowie die sehr gute medizinische Versorgung. Im vergangenen Jahr habe die Feuerwehr Bergen einen neuen Mannschaftswagen erhalten, die Feuerwehr Holzhausen hat seit 2010 ebenfalls einen neuen Mannschaftswagen und ein neues Löschfahrzeug. Im ehemaligen Feuerwehrhaus werde der neue Jugend- und Skiclubraum entstehen.

Geplant seien die Erweiterung und Modernisierung der Kläranlage für 7500 Einwohner für zwei Millionen Euro. Ausgiebig informierte Gietl über den Rathausneubau, der 2,8 Millionen Euro kosten werde, und betonte dessen Notwendigkeit, da die Gemeinde Bergen als Verwaltungsgemeinschaft mit Vachendorf für 6900 Einwohner zuständig sei. Der Umzug ins neue Rathaus werde voraussichtlich im November/Dezember sein. Derzeit seien bereits 85 Prozent der Aufträge vergeben.

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig

Wirtschaftlich sehr wichtig sei der Tourismus, der sich positiv entwickelt habe. Ein Erfolgsmodell sei dabei der »Urlaub auf dem Bauernhof«. Zukunftweisend sei die Neugründung des »Tourismusverbundes Bergen – Siegsdorf« vom 1. Oktober. Weitere wichtige Themen seien die Landwirtschaft, die Fertigstellung der Wanderwegbeschilderungen und des Hochfelln-Gipfel-Rundweges. 2015 richtet die Gemeinde das Bergentreffen aus.

Die Sanierung der Hochfelln-Seilbahn seit 2011 habe eine Million Euro gekostet. Diese Investition musste sein, da die Tal-, Mittel- und Bergstation zu sanieren wie auch barrierefrei zu gestalten waren. Zudem mussten der Antrieb und die Steuerung erneuert werden. »Die Sicherheit der Gäste ist für uns sehr wichtig«, sagte Gietl. Startklar werde die Seilbahn rechtzeitig am 1. Mai sein. Aus dem Bereich »Energie und Umwelt« berichtete Gietl über kommunale Projekte wie Energieversorgung, Wasserkraft und den Breitbandausbau.

Anerkennung und Lob sprach Gietl den Vereinen aus, die Kameradschaft und Geselligkeit vermitteln und viel zum Dorfleben beitragen. Das belegte er anhand zahlreicher Veranstaltungen der Ortsvereine, an die er erinnerte. Besonders freute er sich auch über die Auslastung des Festsaales. Die Vereine leisteten aber auch einen wertvollen Beitrag zur Dorfverschönerung, zur Unterhaltung, für soziale Leistungen und im Sportbetrieb. Gietl berichtete auch über die vielen Ehrungen im Sport.

Der Haushalt 2013 umfasst ein Gesamtvolumen von 12,6 Millionen Euro, davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 7,2 Millionen und auf den Vermögenshaushalt 5,4 Millionen Euro. Als größten Einnahmeposten nannte Gietl den Einkommensteueranteil mit 1,8 Millionen und als größte Ausgabe die Kreisumlage mit zwei Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt heuer bei 324 Euro. OH