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Das Ortsbild für schützenswert erachtet

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Surberg. Der Surberger Gemeinderat hatte in seiner Sitzung im März dem Antrag auf Errichtung eines Einfamilienhauses in der Brunnerstraße mit der Maßgabe zugestimmt, dass auf der Giebelseite der Dachüberstand mindestens einen Meter und bei der Traufe mindestens 80 Zentimeter beträgt. Das Landratsamt teilte der Gemeinde daraufhin mit, dass die Forderung von Dachabständen planungsrechtlich nicht haltbar sei.


Das Landratsamt vertritt ferner die Meinung, dass es kein besonders schützenswertes Ortsbild gebe, sodass das fehlende Einvernehmen der Gemeinde ersetzt werden müsste, falls keine Änderung des Beschlusses vorgenommen werde. »Im Gebiet der Brunnerstraße haben alle Gebäude Dachüberstände. Daher wäre das Ortsbild aufgrund fehlender Dachüberstände bei einem Wohngebäude sehr wohl beeinträchtigt«, bekräftigte Bürgermeister Josef Wimmer die Haltung der Kommune. Der Gemeinderat beschloss deshalb auf Vorschlag des Bauausschusses einstimmig, dass eine Änderung des Gemeinderatsbeschlusses vom März nicht erfolgt.

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Ohne Gegenstimme wurde der Ersatzbau einer Güllegrube in Haunerting genehmigt. Ebenso der Neubau einer Ga-rage mit vier Stellplätzen in Oed. Die Garage soll in etwa an der Stelle gebaut werden, an der früher das Gasthaus Wacker gestanden hatte. Das Gebäude wurde 2011 abgebrochen. Keine Einwände hatte das Gremium gegen den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Graben. Der Gemeinderat hatte sich bereits im März 2011 mit dem Abbruch des bestehenden Gebäudes befasst und die Bauvoranfrage befürwortet unter der Voraussetzung, dass das Gebäude vor Baubeginn tatsächlich abgebrochen wird. Das Landratsamt hatte im Juli 2011 einen Vorbescheid erlassen und sowohl dem Abbruch als auch dem Ersatzbau zugestimmt.

Einverstanden waren die Gemeinderäte mit der Aufstockung eines Garagengebäudes zum Ausbau einer Wohnung in Surtal sowie mit dem Neubau eines Einfamilienhauses mit Garagen in Hallabruck. Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans »Hallabruck/Hochkreuzstraße Nord«. Der Gemeinderat befürwortete den Antrag auf Befreiung bezüglich der Festsetzung der Oberkante des Fertigfußbodens wegen des Gefälles des Geländes von rund 1,5 Metern. Schließlich stimmte er dem Abbruch eines Parkdecks mit Zufahrtsrampe, Teilabbruch des Kellergeschosses, Neugestaltung und Erweiterung der Parkplätze und Anbau eines Balkons bei einem Anwesen in Surtal zu.

Schließlich ging es noch um die Genehmigung der Schlussrechnung für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße nach Haunerting. Wimmer sagte, dass die Schlussrechnung eine Kostenmehrung von über 54 000 Euro ergebe. »Die Kostenüberschreitung resultiert aus zusätzlichen, nicht vorhersehbaren Maßnahmen, die im Rahmen der Bauausführung dringlich in Auftrag gegeben werden mussten, um Bauverzögerungen zu vermeiden«, so der Bürgermeister. Dies sei im Wesentlichen den schlechten Bodenverhältnissen geschuldet, aufgrund dessen man zusätzlich habe auskoffern müssen. Er sprach zudem die Hoffnung aus, dass die Mehrkosten bei der Bezuschussung durch den Freistaat berücksichtigt würden. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig die zusätzlichen Kosten. Bjr