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Das neue Jahr 2013 mit einem prächtigen Feuerwerk begrüßt

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Mit einem farbenprächtigen Feuerwerk begrüßten auch die Menschen im Chiemgau und im Rupertiwinkel das neue Jahr 2013. Unsere Aufnahme entstand in Traunwalchen. (Foto: Weitz)

Mit einem farbenprächtigen Feuerwerk begrüßten auch die Menschen im Chiemgau und im Rupertiwinkel das neue Jahr 2013. Einige Raketen lösten kleinere Brände aus. Rund um den Jahreswechsel registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd 30 Brandmeldungen und ungefähr doppelt so viele »verbale Streitigkeiten« und Schlägereien.


Bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt und sternenklarem Nachthimmel versammelten sich um Mitternacht Tausende auf den Stadt- und Dorfplätzen und auf den Straßen. Gut besucht waren vielerorts auch die Jahresschlussandachten in den Kirchen, die meist mit einem Besuch auf dem Friedhof verbunden wurden. Es ist gute Tradition, am letzten Tag des Jahres auch der verstorbenen Angehörigen und Freunde zu gedenken.

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Zuvor hatte in den Geschäften und Supermärkten noch Hochbetrieb geherrscht. Und mancher, der glaubte, sein Fleisch für das traditionelle Fondue am Silvesterabend in allerletzter Minute kaufen zu können, hatte das Nachsehen.

Nur wenig aus der Silvesternacht hatten die heimischen Polizeidienststellen zu berichten. Lediglich die Polizei Traunstein meldete einen Brand in Grabenstätt und die Bad Reichenhaller Polizei ein kleines Feuer in Piding. Ursache waren vermutlich in beiden Fällen glühende Reste von Feuerwerkskörpern.

Von den 81 Feuerwehren im Landkreis Traunstein mussten lediglich drei – die Wehren in Traunreut, Grabenstätt und Traunstein – schon in den ersten Stunden des neuen Jahres ausrücken und Brände löschen. In Traunreut landete eine Silvesterrakete auf einem Balkon und entzündete ein Holzregal, in Grabenstätt steckte ein abgebrannter Böller eine Papiertonne in Brand und griff auf ein Auto über und in Traunstein standen in der Fuchsgrube und in der Höllgasse mehrere Papiertonnen in Flammen, die vorsätzlich in Brand gesteckt worden waren. Alle Feuer konnten die Floriansjünger rasch löschen.

Den ersten Feueralarm gab es für die Feuerwehr Traunreut 13 Minuten nach Mitternacht. In der Hermannstädter Straße hatte eine Silvesterrakete auf einem Balkon »eingeschlagen« und dort eine Holzkiste in Brand gesteckt. Die Bewohner hatten das Feuer mit einem Feuerlöscher bereits gelöscht.

Zwei Stunden nach Neujahrbeginn brach in der Gemeinde Grabenstätt ein Feuer aus, das Schaden in Höhe von etwa 30 000 Euro anrichtete. Ein Hauseigentümer legte die abgebrannten Böller ausgerechnet neben einer Papiertonne ab. Zwei Stunden später entzündete sich die Tonne und der Brand griff über auf ein daneben geparktes Auto, auf andere abgelagerte Gegenstände und auf die Hecke eines Nachbarn. Die Feuerwehr Grabenstätt rückte mit 20 Mann an und löschte das Feuer.

Im Bereich der Polizeiinspektion Bad Reichenhall begann das neue Jahr für die Beamten turbulent. Während in den Stunden vor Mitternacht alles friedlich miteinander feierte, gab es im neuen Jahr gleich einige Einsätze. Wenige Minuten nach Mitternacht meldete ein Anwohner, dass aus dem Turm der Heilingbrunner Grundschule Rauchschwaden aufsteigen würden. Der Rauch kam aus einem Schornstein.

Noch während der Rückfahrt mussten die Feuerwehrmänner zum nächsten Einsatz. In Piding stand, vermutlich ausgelöst durch eine Rakete, eine Mülltonne im Garten eines Reihenhauses in Flammen. Der Brand, der auf die angrenzende Terrasse übergriff, konnte schnell gelöscht werden. Er verursachte einen Sachschaden von rund 2000 Euro.

Auch die Bayerisch Gmainer Feuerwehr musste mit zwei Einsatzfahrzeugen in der Silvesternacht ausrücken. Um 3.50 Uhr wurde ein Feueralarm in einem Seniorenheim ausgelöst und Feuerwehr und Polizei rückten an. Wie sich herausstellte, war es ein Fehlalarm. Ein Feuermelder war absichtlich eingeschlagen und ausgelöst worden. Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Das »Neujahrsbaby im Traunsteiner Krankenhaus ist auch schon auf die Welt gekommen. Es ist der kleine Jonas aus Raiten bei Schleching, der gestern das Licht der Welt erblickt hat.