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Das neue Heim der Wasserwacht Kühnhausen ist fertig

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Nach der Einweihungszeremonie durften die Gäste kurze Rundfahrten im Rettungsboot auf dem Waginger See machen. (Foto: Albrecht)

Petting – Neben ihrer Tätigkeit, für Sicherheit im Schwimmbereich und auf dem See zu sorgen, war die Wasserwacht Kühnhausen in den vergangenen Jahren vor allem damit beschäftigt, ihr Heim am Seeufer des Waginger Sees zu verbessern und größtenteils neu zu bauen. Auch im Winter, wenn auf dem See keine Aktivitäten stattfinden, waren die Wasserwachtler am Werk und leisteten dabei etwa 4000 Stunden an Eigenarbeit, um ihr Heim den Anforderungen und ihren Vorstellungen anzupassen, wie Vorstand Franz Thanbichler bei der Einweihungsfeier informierte.


Nach der Segnung des Gebäudes würdigte Pfarrer Siegfried Fleiner die Arbeit der Wasserwacht, nicht nur beim Bau ihres Heims, sondern auch bei der Ausführung ihrer Aufgaben zur Sicherheit am und auf dem See.

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Nur zwei Firmen waren an den Arbeiten beteiligt

Vorstand Franz Thanbichler gab einen Überblick über die Geschichte des Baus. Die Ideen für den Neubau und die Erweiterung der »Hütte«, wie der Vorstand das Heim der Wasserwacht nannte, habe es schon lange gegeben. In Zusammenarbeit mit Jan Herzschuh seien die Pläne erstellt worden. Nachdem die Baubewilligung erteilt worden war, gingen die Wasserwachtler daran, die Zufahrtsstraße herzurichten sowie den Kanalanschluss, eine Wasserleitung und einen Telefonanschluss zu verlegen.

Im März 2010 sei damit begonnen worden, mit Pickel und Schaufel die Erde auszuheben, um die Bodenplatte und die Fundamente betonieren zu können. Im Juni 2010 begann die Zimmerei Schwangler mit dem Bau der Erweiterung. Nur zwei Firmen, die Firma Schwangler und die Firma Unrein, haben Arbeiten erledigt, die nicht von den Wasserwachtlern selbst ausgeführt werden konnten. Alles Weitere sei von freiwilligen Helfern unentgeltlich gemacht worden. Es wurde nach und nach das Dach auf der Nordwestseite neu eingedeckt, der Innenausbau, Isolierarbeiten sowie die Verkabelungen erledigt. Außerdem wurde die schon bestehende Hütte kernsaniert und in dem gesamten Bau neue Fenster installiert, Fußböden verlegt und Böden gefliest.

Hochwasser warf die Arbeiten zurück

Im Juni 2013 habe ein Hochwasser die Arbeiten »eingebremst«. Der Landesteg wurde weitgehend zerstört und dessen Neubau hatte oberste Priorität. Erst im Frühjahr 2014 konnte der Hüttenbau wieder angegangen werden. Stefan Blümel fertigte unentgeltlich und passgenau alle Schränke und Regale an. 2015 folgte der Einbau der Küche und eines Geländers im Bootsraum.

Der kommerzielle Wert der seit 2010 geleisteten Arbeiten und des Materials betrage etwa 135 000 Euro, so Thanbichler fest. Die Materialkosten müssen bei etwa 64 000 Euro angesetzt werden. Die von den Gemeinden, dem Kreisverband der Wasserwacht und der Sparkasse erteilten Zuschüsse summierten sich auf 32 000 Euro. Den Rest finanzierte die Wasserwacht selbst. 24 500 Euro sind laut Thanbichler bereits abbezahlt worden die verbleibenden 7500 Euro würden in absehbarer Zeit an den BRK-Kreisverband Traunstein zurückerstattet.

Bürgermeister Karl Lanzinger ging auf die hervorragende Arbeit der Wasserwacht ein und war erfreut, dass die Gemeinde Petting einen substanziellen Beitrag zur Erweiterung und dem Neubau deren Heimes leisten konnte. Lanzinger wünschte der Wasserwacht möglichst wenig Einsätze, denn das bedeute weniger Verletzungen und Notsituationen.

Lob für gute Ausbildung der Wasserwachtler

Der Geschäftsführer des BRK Kreisverbands Traunstein, Kurt Stemmer, freute sich über die Hilfe, die der Kreisverband beim Bau des neuen Heimes mit einem Darlehen leisten konnte. Stemmer wünschte, das Heim möge als guter Stützpunkt für die Organisation dienen und nicht für viele Notsituationen gebraucht werden. Falls solche auftreten sollten, sei die Wasserwacht Kühnhausen aber sehr gut ausgebildet.

Nach der offiziellen Einweihung konnten die Gäste noch Fahrten mit dem Rettungsboot auf dem Waginger See machen, das neue Heim besichtigen und den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen lassen. al