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Das neue Feuerwehrfahrzeug gesegnet

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Kaplan Korbinian Wirzberger, selbst Feuerwehrler in Teisendorf, segnete das neue Fahrzeug der Feuerwehr Oberteisendorf.

Teisendorf – Die kirchliche Weihe erhielt jetzt das neue Oberteisendorfer Feuerwehrfahrzeug von Kaplan Korbinian Wirzberger. Er ist selbst Feuerwehrler und fährt bei Einsätzen in Teisendorf mit. Solange Gefahr droht, sei jeder für die Hilfe dankbar, wenn aber alles vorbei sei, müssten sich Feuerwehrler oft für ihre Arbeit rechtfertigen – auch vor den eigenen Familien, wenn wieder einmal ein Ausflug ausfalle oder notwendige Arbeiten zuhause nicht erledigt würden, weil jemand Hilfe braucht.


Dem Nächsten Hilfe leisten, im Nächsten Jesus Christus erkennen – da bekomme der Wahlspruch »Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr« besondere Bedeutung. Nach dem Gottesdienst segnete der Kaplan das neue Feuerwehrauto und bat Gott, er möge die Feuerwehrler vor schlimmen Einsätzen bewahren und seine schützende Hand über alle halten, die mit diesem Auto unterwegs sind, um Hilfe für andere zu bringen.

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Vor 30 Jahren passte das neue Auto nicht ins Feuerwehrhaus

Im Festzelt erinnerte Kommandant Christof Schmid an die Übergabe des bisherigen Feuerwehrautos am 20. April 1985. Dabei musste das Feuerwehrhaus um 30 Zentimeter erhöht werden. Jetzt, nach über 30 Jahren, werde ein neues Fahrzeug, ein LF 20 KatS in Dienst gestellt. Die Ausstattung sei optimal für die Oberteisendorfer Wehr – »und Platz hat es auch im neuen Feuerwehrhaus«, scherzte Schmid.

Da auch die Erlstätter Feuerwehr ein neues Feuerwehrauto vom gleichen Typ bestellte, erhielten beide Feuerwehren einen größeren Zuschuss. Am 30.  März wurde das Fahrzeug in Linz abgeholt. Zuvor wurde die Oberteisendorfer Delegation gründlich eingewiesen. Damit auch alle anderen Geräte Platz haben, wurde neben dem Feuerwehrhaus eine Gerätehütte gebaut. Ein Großteil der Kosten und Arbeit wurde vom Feuerwehrverein übernommen, die Gemeinde übernimmt die Kosten für das Garagentor und die Nebeneingangstür. »Gut Ding braucht Weile«, meinte Bürgermeister Thomas Gasser dazu. Zeit und Einsatz hätten sich aber gelohnt. Er würdigte besonders die Gemeinde Grabenstätt und die Feuerwehr Erlstätt für die gute Zusammenarbeit.

Das neue LF 20 KatS ist ein Allradfahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 15,5 Tonnen und einem Hubraum von 6871 Kubikzentimetern. Den Aufbau und die Beladung für das MAN-Fahrgestell lieferte die Firma Rosenbauer aus Linz. Der Tank fasst 1600Liter Löschwasser und 125 Liter Schaummittel, das direkt zugemischt werden kann. Der Atemschutz ist im Mannschaftsraum und kann während der Anfahrt angelegt werden. Außerdem ist das Fahrzeug mit Überdrucklüfter, Wärmebildkamera und Schmutzwasserpumpen sowie 600 Meter B-Schlauch versehen. Davon können 300 Meter während der Fahrt verlegt werden. Es besitzt auch einen Stromerzeuger.

Von den 382 836 Euro Kosten kommen 96 000 Euro vom Freistaat Bayern, rund 22 000 Euro vom Landratsamt Berchtesgadener Land, den Rest muss die Marktgemeinde aufbringen. Durch die gemeinsame Beschaffung zweier identischer Fahrzeuge erhielten beide Wehren zehn Prozent mehr Fördergelder vom Freistaat.

Gasser lobte alle beteiligten Firmen für die professionelle Zusammenarbeit. Besonders würdigte er Kommandant Christof Schmid und den Kommandanten Bernhard Hinterschnaiter aus Teisendorf, Florian Pfisterer aus Neukirchen und Sebastian Bayer aus Weildorf für die gute Zusammenarbeit der Wehren untereinander und bei den Beschaffungen, die immer gemeinsam abgestimmt werden.

In Teisendorf müssen zwölf Fahrzeuge gewartet werden

Kreisbrandmeister Stefan Ufertinger überbrachte die Glückwünsche der Kreisbrandinspektion. In Teisendorf gebe es vier Feuerwehren mit mehreren Löschzügen. Hier müssten zwölf Fahrzeuge instand gehalten werden. Der zweite Bürgermeister der Gemeinde Grabenstätt war mit einer Abordnung der Feuerwehr Erlstätt gekommen. Sie hatten ein Fass Bier und eine Riesenbrezn mitgebracht.

Dann übergab Bürgermeister Thomas Gasser einen symbolischen Schlüssel an den Kommandanten Christof Schmid und den Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Rupert Reiter. Den Festakt unterstützte die »7er-Blech«, beim Gartenfest sorgten die Teisendorfer Jungmusiker für Unterhaltung. Es wurden noch verschiedene feuerwehrtechnische Aufgaben gezeigt, wie das Löschen eines Fettbrandes. Auch die Teisendorfer Drehleiter war da und die Besucher konnten ihr Dorf von oben betrachten. Für die Kinder gab es ein eigenes Programm, wobei die Hüpfburg immer voll belagert war. wh