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Das liegt den Traunsteinern am Herzen

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OB Christian Kegel bei der Bürgerversammlung Gasthaus Schnitzelbaumer im Stadtzentrum. Foto: MP
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Nach den neuen gesetzlichen Möglichkeiten wird wohl nach jetzigen Kenntnissen an der Klosterstraße im Bereich der Schule und Kindergärten Tempo 30 kommen. Foto: MP
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Die Farbmuster an der Klosterkirche verraten schon mal, dass die Kirche rötlich und der Südkomplex in Ocker gehalten werden wird. Foto: MP

Traunstein – Obwohl eher weniger Besucher an der Bürgerversammlung im Gasthaus Schnitzelbaumer teilnahmen, interessierte die Teilnehmer brennend, was der Oberbürgermeister zu weiteren Tempo-Limits in Traunstein und der Verkehrssituation am Bahnübergang Empfing zu sagen hatte.


Nachdem Oberbürgermeister Christian Kegel über die Entwicklung in der Stadt gesprochen hatte, ging es in die Diskussion. Als es zur Frage nach weiteren Tempo 30 Zonen in der Stadt kam, wurde die Diskussion allerdings etwas hitzig. Der OB wehrte sich entschieden dagegen, dass die Stadt geltendes Recht nicht umsetze.

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Ein neues Gesetz macht es den Gemeinden seit Dezember letzten Jahres deutlich einfacher, Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen an Hauptverkehrsstraßen einzuführen. Marcus Rohrmoser wollte wissen, warum es an einigen viel genutzten Schulwegen noch kein Tempo 30 Limit gebe. Dabei merkte er besonders die Wasserburger Straße – das ist die Hauptverbindung vom Bahnhof zum Schulzentrum – an.

Der Leiter des Amts für öffentliche Sicherheit und Ordnung, Manfred Bulka, erklärte, dass bereits 20 der mögliche Bereiche geprüft wurden und noch weitere 20 anstehen. Er sieht mehrere Probleme, wenn die Stadt zu viele 30er-Zonen einrichtet. Durch eine große Anzahl an Tempo 30 Zonen wird eine gewisse "Pseudo-Sicherheit" hervorgerufen und der gewollte Effekt geht wieder verloren. Eine weitere Schwierigkeit stellt die Überwachung der Geschwindigkeitsbegrenzungen dar. Generell führt die Kontrolle zu einem erhöhten Zeit- und Kosten-Aufwand. Tempo 30 im Bereich der Grundschule und des Kindergartens hält der Amtsleiter aber für wahrscheinlich.

Den Bahnübergang Empfing, die Parzellierung der Gewerbegebiete und die Wohnungssituation in der Innenstadt sprach Johann Kainz an.

Er fragte, ob die Betriebe im Industriegebiet durch eine nördliche Anbindung über die Umgehungsstraße besser erreicht werden könnten. Dies würde die Verkehrssituation am Bahnübergang Empfing entlasten. Bei der Weiterentwicklung des Industriegebiets gab der Oberbürgermeister den Diskutanten recht und meinte, dass er auch dafür ist.

Mehr zur Bürgerversammlung lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Traunsteiner Tagblatts.