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»Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen«

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Cantuccini gehören für Corinna Pointl zur Weihnachtszeit dazu. Aber auch unterm Jahr packt sie manchmal die Lust, das italienische Mandelgebäck zu machen. (Foto: Artes)
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Traunreut – Cantuccini gehören für Corinna Pointl zu Weihnachten dazu. Aber nicht nur in der Adventszeit macht die 19-Jährige das süße Mandelgebäck, das ursprünglich aus Italien kommt. »Manchmal packt mich auch unterm Jahr die Lust danach«, erzählt sie dem Traunsteiner Tagblatt.


Das ursprüngliche Rezept für das Gebäck stammt von der Großmutter von Corinna Pointl. Sie hat früher immer für die ganze Familie Cantuccini gebacken. Seit die Oma aber nicht mehr so fit ist, übernimmt die 19-Jährige diese Aufgabe. Ein weiteres Rezept hat die Salzburgerin dann in der Schule bekommen. »Unsere Kochlehrerin hat uns auch das Cantuccinibacken beigebracht. Ich hatte natürlich den anderen Schülern gegenüber einen kleinen Vorteil, weil ich es schon konnte«, erinnert sich die Salzburgerin. Die beiden Rezepte hat sie schließlich kombiniert und eine eigene Variante entwickelt.

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Nicht nur in der Weihnachtszeit, auch sonst steht die 19-Jährige gerne in der Küche. Die Leidenschaft für das Kochen und Backen teilt sie mit ihrem Freund, der in Traunreut wohnt, und bei dem sie immer ihre Wochenenden verbringt. So stehen beide meist zusammen in der Küche. Zum ersten Mal hat das Paar heuer gemeinsam Plätzchen gebacken. Fünf Sorten sind es am Ende geworden. »Neben Cantuccini durften Zimtplätzchen, Rumkugeln, Vanillekipferl und Cornflakes-Kekse natürlich nicht fehlen.«

In der Küche wird auch viel experimentiert. »Ich probiere ständig neue Rezepte aus, denn das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen.« Außerdem seien Kochen und Backen ein toller Ausgleich zum Uni-Alltag und eine schöne Gelegenheit, anderen eine Freude zu bereiten.

Die Begeisterung für das Kochen hat Corinna Pointl schon als kleines Kind entdeckt. »Meine Eltern haben mir schon recht früh die Möglichkeit gegeben, mich mal in der Küche zu versuchen und anfangs auch tatkräftig unterstützt.« Viele Grundlagen hat die 19-Jährige aber auch in der Schule im Fach Kochen gelernt. Das sei auch hilfreich für ihr jetziges Leben gewesen. »Inzwischen wohne ich einige Jahre alleine und da kommt man dem Kochen auch nicht wirklich aus – vor allem wenn man gerne und gesund isst.«

»An Weihnachten kommen alle zusammen«

Den Heiligen Abend verbringt Corinna Pointl bei ihren Eltern und Großeltern in Salzburg. »Weihnachten ist das Fest im Jahr, wo wirklich alle zusammenkommen und gemeinsam feiern.« In der Küche stehen muss an diesem Abend aber niemand: »Wir holen heuer eine Wurstplatte vom Metzger.«

Groß aufgekocht wird hingegen am ersten Weihnachtsfeiertag: Dann kommen auch Geschwister und Stiefgeschwister im Elternhaus zum großen Familienfest zusammen. »Dann werde ich auch wieder in der Küche stehen und fleißig mithelfen«, freut sich die 19-Jährige schon. jar

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