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Das Landschulheim wird 85 Jahre alt

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Das Staatliche Landschulheim Marquartstein Foto: Giesen

Marquartstein. Ein Jubiläumstreffen zum 85-jährigen Bestehen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein findet am kommenden Wochenende von Freitag bis Sonntag statt. Gleichzeitig feiert der Bund der Altmarquartsteiner, das sind ehemalige Schüler und Mitarbeiter der Schule sowie der Verein der Freunde des Landschulheims sein 60-jähriges Bestehen. Der Begrüßungsabend am Freitag ab 19.30 Uhr findet im Festzelt auf der Wiese neben dem Rathaus statt. Einlass ist ab 18 Uhr.


Die Mitgliederversammlung des Bundes der Altmarquartsteiner ist am Samstag um 10  Uhr in einem Klassenzimmer der Schule im Parterre. Die Neuwahl des ersten und zweiten Vorsitzenden sowie des Kassiers stehen auf dem Programm. Am Samstag findet außerdem zwischen 9 und 13 Uhr ein Tag der Offenen Tür auf dem Schulgelände statt, für den zwei Projektgruppen von Schülern der Oberstufe ein umfangreiches Programm erstellen. Ab 18 Uhr ist wieder großes Treffen im Festzelt. Am Sonntag ist ab 10 Uhr ein Frühschoppen zum Ausklang des Treffens im Festzelt mit Schafkopfturnier geplant.

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Die Schule wurde 1928 als privates Landerziehungsheim von dem Reformpädagogen Hermann Harless gegründet. Nach seinem Konzept sollten die Schüler »fern der verderblichen Einflüsse der Stadt« in ländlicher Umgebung ein Zusammenleben in familienähnlichen Gruppen zwischen Erziehern und Schülern erleben. Anfangs war die Schule in den Räumen der Burg untergebracht, die aber schnell zu eng wurden, sodass 1933 das Neue Schloss hinzugekauft wurde, das auch heute noch den Mittelpunkt der Schule bildet. Weitere Häuser kamen nach und nach hinzu, wobei das Schöneck, das Achenhaus oder der Berghof noch heute existieren.

Seit 1943 ist die Schule staatlich. Neben den ständig notwendigen Renovierungsarbeiten wurden in den fünfziger und sechziger Jahren auch zahlreiche Internatsgebäude auf dem Schulgelände errichtet, wie Oberhaus und Unterhaus, der Trakt für die Naturwissenschaften sowie das Wirtschaftsgebäude mit Festsaal, Speisesaal und Küche. Auch das Schwimmbad neben dem Achenhaus wurde in den sechziger Jahren gebaut und gut 30 Jahre lang viel benutzt, bis es heuer abgerissen wurde.

Vor über 20 Jahren kamen die neue Turnhalle an der Ache und der neue Klassenzimmertrakt beim Neuen Schloss hinzu, und vor sieben Jahren wurde der alte Musikpavillon durch den Tagesheim-Neubau ersetzt. Neuestes Gebäude ist die kürzlich eingeweihte Schreinerei der Schule, wo neben dem Unterricht in der Schule eine Ausbildung zum Schreinergesellen absolviert werden kann.

Im Bau ist derzeit das neue Blockheizkraftwerk, das künftig den gesamten Schul- und Internatsbereich versorgen soll. Im vergangenen Schuljahr zählte die Schule knapp 700 Schüler, davon 122 Internatsschüler, sowie fast 90 Lehrer und Erzieher. gi