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Das Lärmproblem in den Griff kriegen

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Das Zirkuszelt, das Erkennungsmerkmal des Zeltln-Festivals, wird ab heuer im Kurpark stehen. Das Festival soll mit verschiedenen Maßnahmen lärmreduziert werden. (Foto: Archiv H. Eder)

Waging am See – In seiner jüngsten Sitzung hat der Waginger Gemeinderat auch offiziell sein Einverständnis dazu gegeben, bereits jetzt für das Zeltln-Festival 2017 im Kurpark Verträge mit Künstlern abzuschließen. Sein grundsätzliches Einverständnis hatte der Gemeinderat ja bereits in der März-Sitzung erteilt. Bürgermeister Herbert Häusl wurde einstimmig ermächtigt, die entsprechenden Künstlerverträge abzuschließen.


Kämmerer Bernhard Kraus nahm zuvor nochmals zu den in der Vergangenheit im Gemeinderat geäußerten Bedenken Stellung, die zum Zeltln-Festival, das heuer erstmals im Kurpark stattfindet, geäußert worden waren. Zum einen ging es um Parkplätze: Kraus erwartet maximal 600 Personen. Da aber bereits im vergangenen Jahr ein Parkplatzkonzept mit 321 Stellplätzen geboten wurde, sehe er hier keine Probleme – umso weniger, als wohl auch viele Waginger das Festival besuchen, die keine Parkplätze benötigen. Kraus erinnerte daran, dass es bei den Filmtagen im Kurpark an Spitzentagen schon 1000 Besucher gegeben habe. Zur Orientierung der auswärtigen Besucher sollen Schilder aufgestellt werden.

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Der befürchtete Lärm durch die Musik werde sich beim Musikkabarett und »bei Konzerten angesagter Künstler« in Grenzen halten, meinte Kraus. Zudem sei spätestens um 23 Uhr Schluss. Laut dürfte es allenfalls bei der Almkaserparty werden. Deshalb habe man sich schon viele Gedanken gemacht. So soll die Lautsprecheranlage Richtung See aufgestellt werden, wo kaum Häuser stehen. Zudem soll ein Lautsprechersystem verwendet werden, das die Bassfrequenzen um ein Vielfaches abschwäche. Und dann wolle man das Zelt noch mit Molton-Gewebe abhängen, das die Schallemission deutlich verringere.

Allerdings räumte Kraus ein, dass die DJ-Musik bei der Almkaserparty eine gewisse Lautstärke haben werde. Aber die Gemeinde sollte einen Versuch wagen, so der Kämmerer, vor allem aufgrund der sehr guten Resonanz, die sich vergangenes Jahr gezeigt habe. Zudem werde das Hauptpublikum aus Waginger Bürgern zwischen 35 Jahren und 60 Jahren bestehen, sodass ein gewisser Rückhalt aus der Bevölkerung zu erwarten sei. Die Anwohner würden vor der Veranstaltung noch angeschrieben und um Verständnis gebeten, und dem Anschreiben sollen Freikarten für die Party beigelegt werden. Und, so der Kämmerer abschließend, sollten sich all diesen Maßnahmen zum Trotz die Probleme nicht ausreichend bewältigen lassen, werde es halt im Jahr 2017 die Almkaserparty nicht mehr geben.

Der Gemeinderat war mit dieser Schilderung im Großen und Ganzen einverstanden, Zweiter Bürgermeister Christian Reiter mahnte nur noch an, die Rettungswege zu gewährleisten. Ansonsten wurde lediglich noch um ein Randproblem optischer Art gesprochen. Willi Reiter fand das große Transparent, das für das Zeltln-Festival am Marktplatz aufgestellt wird, an der Stelle »verunstaltend«. Das sahen auch andere Gemeinderäte so. Daraufhin sagte Bürgermeister Herbert Häusl zu, dass man zusehen werde, einen anderen Platz dafür zu finden. Wenn dann die Besucherzahlen gering ausfallen, sei der Gemeinderat schuld, witzelte daraufhin Kämmerer Kraus: »Wenn's dann nicht hinhaut, wart ihr es!« he