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»Das ist fast wie Weihnachten«

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Lange Schlangen bilden sich im Zeltlager in Schützing vor allem dann, wenn es etwas zu essen gibt. Dabei müssen die Kinder und Jugendlichen auch etwas Wartezeit in Kauf nehmen. (Foto: Artes)

Chieming. Noch nie gab es so einen großen Andrang auf das Zeltlager der Pfarrei St. Oswald wie heuer. 63 Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren verbringen derzeit eine Woche ihrer Sommerferien auf dem Jugendzeltplatz des Kreisjugendrings Traunstein in Schützing.


»Bisher klappt alles wunderbar«, berichten die Lagerleiter, Andrea Hainz und Max Fritzenwenger. Die beiden haben sich wie die meisten der 16 anderen, ehrenamtlichen Betreuer für die Zeltlagerwoche extra Urlaub genommen. »Wir waren selbst schon als Kinder hier und sind jetzt Betreuer, weil es uns damals so gut gefallen hat«, erzählen die beiden. Auch viele Kinder sind nicht zum ersten Mal dabei: Rund die Hälfte sind »Wiederholungstäter« und kommen Jahr für Jahr wieder.

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Mit dem Fahrrad sind alle zusammen vom Pfarrheim St. Oswald zum Zeltplatz gefahren – rund 80 Fahrradfahrer waren da hintereinander unterwegs. Das Gepäck wurde mit dem Auto transportiert. Die wichtigsten Sachen wie Nahrungsmittel, Gruppenzelte und was man sonst noch zum Zelten braucht, hatten die Betreuer schon in den Tagen davor zum Zeltplatz gebracht, aufgebaut und hergerichtet.

Seit dem Wochenende verbringen die Kinder und Jugendlichen spannende Tage in Schützung. Zum einen Teil haben sie feste Programmpunkte, zum anderen Teil aber auch viel Freizeit, in der sie sich selbstständig beschäftigen. Langweilig wird es den Kindern und Jugendlichen jedenfalls nie. Sie spielen Fußball oder Volleyball, fahren mit dem Rad oder gehen Schwimmen. Kreativ wurden die Kinder beim Basteln von Lederarmbändern und Handyhül-len – Handys sind nämlich im Lager nicht verboten, sollen aber im Zelt bleiben. »Daran halten sich auch alle«, berichten die beiden Lagerleiter. Höhepunkt im Programm war bisher für viele Kinder ein »Holi-Festival«, bei dem nach einem indischen Brauch bunte Farben in die Luft geworfen werden.

Zum festen Ritual gehören eine Morgenandacht und der Abend am Lagerfeuer, wo gesungen und gespielt wird. Außerdem natürlich die gemeinsamen Mahlzeiten. Mittags gibt es nur Brotzeit, aber für das Abendessen kochen die Betreuer für rund 80 Leute – da kommen dann schon einmal bis zu 10 Kilogramm Nudeln in den Topf. »Da herrscht auch immer großer Andrang, wenn es etwas zu essen gibt«, erzählen Andrea Hainz und Max Fritzenwenger weiter.

Etwas wehmütig werden Kinder und Betreuer schon jetzt, wo das Zeltlager dem Ende zugeht. »Viele Kinder wollen sich kurz danach schon wieder für nächstes Jahr anmelden«, erzählt Lagerleiter Max. Und Andrea fügt hinzu: »Aber auch für uns Betreuer ist es immer etwas Besonderes. Das ist fast wie Weihnachten, auf das man sich freut. Wenn das Zeltlager vorbei ist, fehlt erst einmal etwas«.

Zum Abschluss wird es noch einen Lagergottesdienst geben. Die Kinder haben den Altar schon geschmückt und Fürbitten vorbereitet. Dann geht es mit dem Fahrrad zurück nach Traunstein. jar