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»Das ist enorm anstrengend«

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Kaum ein Durchkommen ist derzeit in der Brunnerstraße in Surberg. Das ärgert Ernst Auer, der kritisiert, dass von beiden Seiten alles aufgerissen wird, sodass eine Zufahrt mit dem Auto unmöglich ist.

Surberg. Die Anwohner der Brunnerstraße in Surberg brauchen derzeit gute Nerven und ein festes Schuhwerk: Denn in ihrer Straße wird gebaut. »Es ist ja jeder von uns bereit, mitzumachen. Aber warum wird gleich von beiden Seiten alles aufgerissen, sodass die Straße jetzt dicht ist?«, ärgert sich Ernst Auer. Parken müssen er und viele andere gut 300 Meter entfernt am Waldrand Richtung Thannreit auf einer Wiese.


»Es wurde uns eigentlich zugesichert, dass die Brunnerstraße von einer Seite immer befahrbar bleibt«, ergänzt Schwiegersohn Stefan Eder, der im gleichen Haus wohnt. Ein Notfall dürfe nicht passieren, »denn wir kommen im Moment nicht weg«, sagt der Papa von zwei kleinen Kindern.

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Die Straße bis zu seinem Haus gleicht einem Hindernislauf. Nur am Rand sind schmale Streifen begehbar. Und immer wieder muss man über Erdhügel und Kieshaufen steigen. »Das ist enorm anstrengend«, sagt Hildegard Ernst. Sie passt oft auf ihre zwei Enkel auf, die zwei und vier Jahre alt sind. Allein kann sie derzeit nicht mit ihnen wegfahren und Einkaufen gehen ist undenkbar. »Wie soll ich das machen? Zwei Kinder, die Taschen und dann der weite Weg bis zum Auto über die Gräben. Das ist ja noch dazu gefährlich.« – Auch das ärgert Opa Ernst Auer: »In anderen Gemeinden und Städten wird ja auch gebaut. Aber da legt man über die Gräben Stahlplatten, sodass man drüber kann. Bei uns bleibt einfach alles offen.«

Bürgermeister Josef Wimmer zeigte sich überrascht von der Kritik. »Der Ausbau kommt doch den Anwohnern zugute. Sie bekommen neue Wasser- und Stromleitungen sowie auf ausdrücklichen Wunsch Gas. Das ist ein enormer Aufwand.« Es werde zwar immer mal wieder für einen Tag eine Vollsperrung der Straße geben müssen, aber die längere Sperre von drei Tagen sei eine Ausnahme. Grund dafür waren größere Probleme bei der Spülbohrung, die für die Verlegung der Wasserleitungen gemacht wurde. »Wir sind im Zeitplan hinten dran, da haben wir eine zweite Kolonne reingeschickt, damit sie gleich mal mit den Hausanschlüssen anfängt.« Gebaut werde mindestens noch bis Ende September. – Da sind also noch länger Geduld und festes Schuhwerk gefragt. KR

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