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»Das ist ein ganz herausragendes Ereignis«

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Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am morgigen Freitag beim »Deutschlandtag« der Jungen Union in Inzell sprechen.

Inzell. Die Eisfläche ein Plenarsaal mit Tischen und Stühlen, im Kraftraum die Akkreditierungsstelle und eine große Bühne mit Rednerpult – die Max-Aicher-Arena in Inzell ist umgebaut für den »Deutschlandtag« der Jungen Union am kommenden Wochenende. Prominenteste Besucherin wird am morgigen Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel sein. Außerdem werden der bayerische Finanzminister Markus Söder und der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber erwartet (wir berichteten).


»Wir müssen die Eishalle warm bekommen«

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»Wir müssen uns diesmal mit ganz anderen Fragen beschäftigen als bei Weltcups«, sagt Stadionchef Hubert Graf. »Ganz wichtig ist, dass wir die Eishalle warm bekommen.« Diese hat normalerweise 12 Grad Celsius. »20 Grad sollten wir schon haben, denn die Leute sitzen ja viel«, sagt Graf. Doch er ist zuversichtlich. »Wir haben eine zusätzliche Heizungsanlage installiert.«

Zu den Sicherheitsvorkehrungen am morgigen Freitag wollte Graf nicht viel sagen. Nur soviel: »Das Ganze hält sich wirklich im Rahmen. Als der Innenminister zur Eisschnelllauf-WM kam, war im Vorfeld größere Aufregung. Das Vorauskommando von Angela Merkel hat ganz klar gesagt, dass sie nicht möchte, dass das übertrieben wird.«

Die Bundeskanzlerin wird sich ins Goldene Buch des Landkreises und der Gemeinde Inzell eintragen. »Das ist auf alle Fälle ein ganz herausragendes Ereignis«, freut sich Bürgermeister Johann Egger. 1977 sei Helmut Schmidt zu Besuch gewesen. »Doch seitdem war kein Bundeskanzler mehr bei uns. Umso mehr freuen wir uns, dass nun die Kanzlerin in so einen kleinen Ort wie Inzell kommt.«

Da es sich beim »Deutschlandtag« um eine interne Veranstaltung der Jungen Union handelt, können Besucher die Reden der hochrangigen Gäste in der Max-Aicher-Arena nicht verfolgen. Dort kommen an diesem Wochenende mehr als 300 von den Landesverbänden gewählte Delegierte sowie die Mitglieder des Bundesvorstandes und des Deutschlandrates der Jungen Union zusammen, um zu diskutieren, Beschlüsse zu fassen und den Vorstand neu zu wählen. Insgesamt werden 1000 JU-Mitglieder und zahlreiche Medienvertreter erwartet. Das Interesse ist nicht nur aufgrund des Besuchs von Angela Merkel sehr groß, sondern auch, weil nach zwölf Jahren ein neuer JU-Bundesvorsitzender gewählt wird. Philipp Mißfelder scheidet aus Altersgründen aus.

Grüne und Bund Naturschutz wollen demonstrieren

Eine Demonstration planen am Freitagabend die Kreisgrünen und der Bund Naturschutz. »Wir hoffen, dass rund 200 Demonstranten kommen«, sagt Helga Mandl, die Kreisvorsitzende. Mit Fahnen und Transparenten wollen sie Bundeskanzlerin Angela Merkel auffordern, dass sie die Verhandlungen über das geplante Freihandelsabkommen stoppt. »Wir dürfen unsere hohen Standards, die wir uns über Jahrzehnte in Deutschland erarbeitet haben, nicht aufs Spiel setzen«, betont sie. Helga Mandl hofft, dass sich noch weitere Parteien oder Gruppierungen der Demo anschließen. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr auf dem Gelände der Max-Aicher-Arena. KR