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Das Image Traunreuts aufpolieren

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Traunreut – Um das Image der Stadt Traunreut aufzupolieren, fordert Bürgermeister Klaus Ritter eine sogenannte Stabsstelle zur Standortförderung. Die Besetzung einer Fachkraft für Stadtmarketing sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sei ein wichtiger Schritt, um das Ansehen nach außen hin voranzutreiben, betonte Ritter im Hauptausschuss. »Wir brauchen eine kraftvolle Stelle, die was nach vorne trägt«, betonte Ritter in der Sitzung des Hauptausschusses.


Wie Ritter eingangs feststellte, habe jeder größere Betrieb eine Stelle für Öffentlichkeitsarbeit, um sich positiv zu präsentieren. In der Stadtverwaltung laufe es in dieser Richtung aktuell sehr hemdsärmelig, vieles laufe nebenbei. Es sei ziemlich chaotisch, jeder mache »ein bisserl was«. Es sei an der Zeit, das Ganze in ein ordentliches Leitbild zu bringen. »Wir haben keine Fachleute dabei, es fehlt uns gewaltig«, betonte er mit Nachdruck. Ziel müsse es sein: »Wir wollen in Zukunft stolz auf unsere Stadt sein.« Unterstützt wurde das Stadtoberhaupt in seiner Forderung von Geschäftsführer Josef Maier und der knappen Mehrheit des Ausschusses. Mit 6:5 Stimmen wurde die Beschlussempfehlung der Verwaltung, eine solche Stelle zu besetzen und diese im Stellenplan zum Nachtragshaushalt 2015 auszuweisen, mitgetragen.

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Nach Angaben von Geschäftsführer Maier gebe es mit Ausnahme im k1 in der Verwaltung keine gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Maier erinnerte daran, dass die Besetzung einer solchen Stelle, die kein Luxus sei, unabhängig von Sparmodellen und der Vorgabe durch die Vertreter der CIMA (Citymanagement), seit Jahren ein Thema sei. Nach Auffassung der Verwaltung sollten dem Bereich Standortförderung konkrete Aufgaben zugeteilt werden, die zunächst kanalisiert und ergänzt werden müssen: Die Aufgabenbereiche reichen von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit über Ehrungen, Tourismus und Gästebetreuung, Stadtmarketing bis hin zur Wirtschaftsförderung. Ein Teil der Aufgaben könnte nach Änderung der Organisation mit vorhandenem Personal erledigt werden, hieß es in einer Stellungnahme der Verwaltung. Keine ausreichend qualitativen und quantitativen Ressourcen gebe es jedoch im Hinblick auf das Stadtmarketing mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die nach Ansicht der Geschäftsleitung zentral für alle städtischen Einrichtungen wahrgenommen werden soll, zumal damit die vielfältigen Leistungen als Gesamtbild dargestellt werden könnten. Dabei werde sicher ein bedeutender Anteil für die Öffentlichkeitsarbeit auf das k1 und auch die anderen städtischen Einrichtungen entfallen, wobei dort freie Kapazitäten geschaffen bzw. abgebaut werden könnten.

Während Ernst Biermaier und Matthias Baueregger (FW), Christian Gerer (CSU) und Christian Stoib (SPD) sowie Gretl Gineiger (Grüne) die Forderung des Bürgermeisters respektive den Beschlussvorschlag der Verwaltung unterstützten, sprachen sich Reinhold Schroll, Hans Kneffel, Dr. Michael Elsen (CSU) sowie Ernst Ziegler (SPD) und Johannes Danner (Bürgerliste) dagegen aus. Ziegler zeigte sich überrascht, dass vier Wochen nach der Genehmigung des Stellenplanes nun eine zusätzliche Stelle im Nachtragshaushalt berücksichtigt werden soll. Seiner Ansicht nach könnte man 2016 darüber nachdenken. Auch Schroll mahnte an, dass sich das Vorhaben zeitlich nicht mit dem Sparhaushalt vertragen würde. In seinen Augen könnte man erst dann über eine solche Stelle nachdenken, wenn von der CIMA konkrete Aussagen vorlägen. »Die CIMA hat bis jetzt nichts Konkretes auf den Tisch gelegt.« Danner bezweifelte, ob die Einstellung einer neuen Kraft der richtige Weg für dieses umfangreiche Aufgabengebiet sei. Er stellte zur Debatte, die Probleme, die offenbar vorherrschen, durch eine Umorganisation ohne eine neue Stelle zu lösen.

Die Befürworter hingegen vertraten die Meinung, man sollte den Blick nach vorne richten. »Auch mir geht das mit der CIMA zu langsam aber wir müssen uns nach vorne bewegen«, forderte Wirtschaftsreferent Biermaier. Sein Fraktionskollege Baueregger sprach sich ebenfalls dafür aus, sich den modernen Anforderungen zu stellen, die auch die CIMA vorgebe. Als Einziger aus den Reihen der CSU unterstützte Christian Gerer die Forderung, um insbesondere auch das Image der Innenstadt zu verbessern. Er forderte das Gremium auf, den Blick nach vorne zu richten, ansonsten »können wir die CIMA heimschicken und bleiben bei dem, was wir haben«. Die knappe Empfehlung muss jetzt noch vom Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag abgesegnet werden. ga

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