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Das Grassauer Rathaus ist jetzt barrierefrei

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Völlig ohne Hilfe konnte Angestellter Rüdiger Obinger den neuen Treppenlift bedienen. Bürgermeister Rudi Jantke freute sich über die Barrierefreiheit im Rathaus. (Foto: T. Eder)

Grassau – Das Grassauer Rathaus ist nun komplett barrierefrei. Vor wenigen Tagen wurde der neue Treppenlift installiert und nun in Betrieb genommen. Nun ist es möglich, mit Rollstuhl oder Rollator auch in den ersten Stock des Verwaltungsgebäudes zu gelangen. Der rollstuhlfahrende Angestellte Rüdiger Obinger durfte als erster den neuen Treppenlift benutzen und war begeistert.


Bürgermeister Rudi Jantke informierte bei der offiziellen Inbetriebnahme, dass nun alle Verwaltungsräume des Rathauses barrierefrei zu erreichen sind. Damit stehe natürlich auch sein Büro, das ebenfalls im ersten Stock ist, allen körperlich beeinträchtigen Bürgern offen.

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Fernsteuerung ist selbsterklärend

Der neue Lift, so erklärte Tobias Gasteiger, könne mittels einer kleinen Schalttafel in Gang gesetzt werden. Auf Knopfdruck fährt das untere Plateau aus. Der Rollstuhlfahrer kann nun eigenständig in den Lift einfahren. Im Lift befinden sich eine weitere Schaltzentrale sowie eine selbsterklärende Fernsteuerung. Mit dieser kann der Aufzug, nachdem sich der Sicherheitsbügel geschlossen hat, nach oben und unten bewegt werden. Sollte auf der Treppe ein Hindernis stehen, stoppt der Lift automatisch. Oben angelangt, öffnet sich der Sicherheitsbügel und der Rollstuhlfahrer kann den Lift verlassen.

Weiter berichtete Gasteiger, dass im Lift auch ein Klappstuhl angebracht ist, sodass auch unsichere oder gehbehinderte Bürger ohne Rollstuhl den Lift nutzen können. Natürlich ist der Lift auch für Menschen mit Rollatoren oder mit geschientem Bein hervorragend zu bedienen. Mit dem Treppenlift ist das Rathaus nun komplett behindertengerecht ausgestattet. Eine Auffahrrampe ermöglicht den Zutritt durch das Rathauseingangsportal. Im Gebäude ist zudem eine behindertengerechte Toilette installiert. Jantke fügte hinzu, dass der Lift auch notwendig sei, weil im ersten Obergeschoß auch wichtige Büros mit viel Bürgerkontakt seien. Neben der Friedhofsverwaltung sind im Obergeschoß auch die Familienstelle, die Verwaltung von Kanal-, Wasser- und Wärmeversorgung sowie das Steueramt zu finden.

Rüdiger Obinger, der den Lift testete, zeigte sich begeistert. »Es macht Spaß, mit dem Lift zu fahren«, bestätigte der Verwaltungsangestellte. Auch den Seniorenbeauftragten Rudi Klinger überzeugte die neueste Errungenschaft im Rathaus. Mit diesem Lift werden viele Senioren leichter ihre Behördengänge im Rathaus bewältigen können. Er hoffe, dass der Treppenlift auch gut angenommen werde.

Kosten liegen bei 16 000 Euro

Zu den Kosten informierte Jantke, dass die Gemeinde 16 000 Euro investiert habe, trotz Bemühungen aber leider keinerlei Zuschüsse erhielt. Der Marktgemeinderatsbeschluss für die Installation des Lifts erfolgte bereits im April, die Auftragserteilung zwei Tage später. Der Aufzug wurde auch schon vor einigen Wochen geliefert, allerdings ohne Sitz für Gehbehinderte, sodass noch einmal nachgebessert werden musste.

Der Lift wurde erst jetzt, nachdem auch die Fernsteuerung ergänzt wurde, freigegeben und kann nun von jedem Bedürftigen jederzeit benutzt werden. Sollte jemand eine Einweisung benötigen, stehen die Mitarbeiter im Erdgeschoß des Rathauses jederzeit hilfreich zur Seite. tb