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Das Gewerbe braucht eine gute Verkehrsanbindung

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Traunstein. Mit der Verkehrssituation in Haslach befasste sich die Wahlveranstaltung des CSU-Ortsverbandes Traunstein im Angerbauerhof. Der Vorsitzende Christian Hümmer stellte fest: »Wenn man Gewerbe haben will, dann muss man auch die entsprechenden Straßen und Umfahrungen haben.«


Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Osenstätter wies auf den von der CSU nachdrücklich geforderten Bau einer Verbindungsstraße zwischen dem Kreisverkehr bei Axdorf und der Chiemseestraße hin. Der erste Schritt dazu sei die Verkehrsuntersuchung, die CSU- und SPD-Fraktion im Stadtrat auf den Weg gebracht haben. Osenstätter war überzeugt, dass mit dem Bau dieser Verbindungsstraße die Verkehrssituation an der Wegscheid ein gutes Stück entlastet werden könnte. Dennoch müsse auch die Wegscheid weiterentwickelt werden, da dort ein Kreisverkehr sowie ein zusätzlicher Verkehrsweg zum Bahngelände wünschenswert seien.

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Ernst Harrecker forderte wie Franz Gruber mehr Transparenz bei politischen Entscheidungen; deshalb müsse man bei solchen Projekten vorher mit den Leuten reden. »Wir dürfen ihnen zum Beispiel die Trasse Axdorf-Chiemseestraße nicht von oben aufdrücken«, sagte Harrecker.

In seinen Ausführungen ging Osenstätter auf die Leerstände vieler Geschäfte in der Innenstadt ein. Das Problem sei, dass die Läden viel zu klein seien und es zu wenig Parkplätze gebe. »Die Zeiten und Gewohnheiten haben sich geändert«, sagte er. Er forderte einen Stadtreferenten für Wirtschaft und Bauen.

Zu der oft geforderten »fahrradfreundlichen Stadt« meinte er, im Außenbereich könne man etwas tun, aber in der engen Altstadt sei dies fast unmöglich und ginge nur auf Kosten von Parkplätzen. »Ein Parkplatz in der Maxstraße bringt den Geschäften aber rund 80 000 Euro Umsatz im Jahr«, machte er deutlich.

Zu den geplanten Gewerbegebieten an der Südspange sagte Osenstätter, die Stadt brauche dringend Geld. Sie habe zu wenig Gewerbesteuereinnahmen und auch zu wenig Arbeitsplätze. Zu viele renommierte Firmen seien in der Vergangenheit aus Traunstein weggegangen, weil keine geeigneten Gewerbeflächen für sie da gewesen seien. An der Südspange gebe es zudem eine optimale Verkehrsanbindung zur Autobahn und zur Bundesstraße. Der Lieferverkehr müsse dadurch nicht in die Stadt.

Er werde als Oberbürgermeister die Kultur weiter fördern, betonte Osenstätter. Er regte die Einstellung eines »Kulturmanagers« an. Bei der Klosterkirche sei der CSU der große Ausbau zu teuer gewesen. Sie sei aber für die Sanierung und den Erhalt der Klosterkirche einschließlich der ehemaligen Klostergebäude eingetreten. Bjr