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Das Gelände für die neue Kinderkrippe wurde freigemacht

Auf dem Gelände des städtischen Kindergartens am Klosterberg wurde am Dienstag mit den Vorarbeiten für den Bau der neuen Kinderkrippe begonnen. Mitarbeiter der Stadt haben die Spielgeräte im Garten abgebaut und anschließend einige Bäume gefällt, die dem Neubau weichen müssen. Die große Kastanie und die Linde auf dem Kindergartengelände bleiben aber stehen.

In dem neuen Gebäude – die Gesamtkosten belaufen sich nach ersten Berechnungen auf 2,2 Millionen Euro – werden 24 Plätze für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren geschaffen. Wenn alles gut geht, könnte man den Betrieb im neuen Gebäude zu Beginn des übernächsten Kindergartenjahres im September 2013 aufnehmen. Sollte das nicht zu schaffen sein, dann ist das Jahresende 2013 eine entscheidende Marke: Ist die Einrichtung bis dahin nicht fertig, werden die Zuschüsse gestrichen.

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Im Klartext: Der Stadt würden dann rund eine Million Euro Fördermittel durch die Lappen gehen. Am 26. Juli war der diesbezügliche Förderbescheid im Traunsteiner Rathaus eingegangen, den Oberbürgermeister Manfred Kösterke zu Beginn der Stadtratssitzung am gleichen Tag bekannt gab. Demnach kann die Stadt mit einer staatlichen Zuwendung von 999 650 Euro für den Neubau an der Kindergartenstraße rechnen. Mit den eigentlichen Bauarbeiten, so hieß es in der Sitzung, soll am 3. September begonnen werden. Die Aufträge an die Handwerksbetriebe sind bereits vergeben. Die Submissionsergebnisse für die Kinderkrippe bewegen sich im Rahmen der Kostenberechnung von Anfang April.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Stadtrat den Grundsatzbeschluss gefasst, dass bis September 2013 im Stadtbereich 190 Krippenplätze für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, zur Verfügung stehen sollen. Klar war von Anfang an auch, dass nicht die Stadt selbst als Träger alle Plätze bereitstellen wird, sondern dass auch gemeinnützige Träger, die Interesse bekundet haben, Krippenplätze einrichten können. Unter ihnen ist zum Beispiel das Kinderheim St. Josef.

Im Juni hatte der Stadtrat den Um- und Ausbaumaßnahmen in der Kinderbetreuungseinrichtung St. Josef zugestimmt. Dort wird eine neue Krippengruppe eingerichtet, ein Mehrzweckraum wird gebaut und das Schwimmbadgebäude energetisch saniert. Die Stadt wird den auf sie entfallenden Eigenanteil leisten. Nach Abzug der staatlichen Zuschüsse aus dem Investitionsprogramm »Kinderbetreuungsfinanzierung« und dem Finanzausgleichgesetz verbleiben Kosten von gut 140 000 Euro. Den auf das Kinderheim St. Josef entfallenden Eigenanteil von rund 115 600 Euro wird zunächst die Stadt übernehmen.

Das Geld muss in zehn Jahresraten über die jährliche Defizitabrechnung an die Stadt zurückerstattet werden. Das Geld wird im Nachtragshaushalt 2012 bzw. im Haushalt 2013 bereitgestellt. -K.O.-