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»Das findet man in keinem Laden«

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Der Kunsthandwerkermarkt lockte zahlreiche Besucher und Käufer an. (Foto: Mix)

Traunreut. Der Traunreuter Kunsthandwerkermarkt im Heimathaus hat zahlreiche Besucher angelockt. Siegfried Gerer kündigte an, sich von nun an aus der Organisation zurückzuziehen.


»Der Markt war mein Herzblut«, gestand Siegfried Gerer, der den Kunsthandwerkermarkt in Traunreut eingeführt und zu seiner heutigen Größe und Beliebtheit gesteigert hat. Anfangs fand der Markt noch in den Hütten in der Marktstraße statt, wo früher auch der Christkindlmarkt der ARGE über die Bühne ging. Seit einigen Jahren ist er im Heimathaus, wo die Atmosphäre besonders heimelig und ansprechend ist und die Kunden im Warmen in aller Ruhe stöbern können. Siegfried Gerer hatte sich bei der diesjährigen Jahresversammlung der ARGE Traunreut schon nicht mehr zur Wahl als Vorsitzender gestellt, jetzt beendet er auch seine letzte Aufgabe, die Organisation des Kunsthandwerkermarktes.

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Der diesjährige Markt hatte mit 40 Anbietern neben vielen altbewährten und immer gern gesehenen Ständen auch wieder einiges Neues zu bieten. Neu waren Stände mit kulinarischen Besonderheiten wie beispielsweise aus Italien und Österreich. Ebenfalls im Freien gab es Wein und Käse und ein Biobäcker bot sein Brot an. Er hatte sogar einen Backofen dabei, sodass die Köstlichkeiten bei ihm ganz frisch zu haben waren.

In den Räumen des Heimathauses wurde Kunsthandwerk vom Feinsten angeboten, darunter verschiedenste Arten von Schmuck, alles Unikate und selber hergestellt. Schöne Handarbeiten in Form von Patchwork oder selbst gestrickte Pudelmützen waren im Angebot. Getöpfertes für jeden Zweck, von Hand bemaltes Meißner-Geschirr und beeindruckende Tiffany-Arbeiten waren zu sehen und natürlich zu kaufen. Besonders guten Duft verbreitete ein Stand mit Seifen aus reinen Naturstoffen sowie Ölen und Raumdüften. Gut roch es auch bei den beiden Anbietern von Artikeln aus Zirbenholz, bei denen man sich wie im Wald vorkam. Kunstvoll gestaltete Karten, Kripperl, Kinderspielzeug, Honig, Adventskränze, Vogelhäuschen und vieles, vieles mehr gab es beim Kunsthandwerkermarkt. Die Besucher kamen an beiden Tagen zahlreich und nahmen sich viel Zeit zum Bewundern der Angebote oder für einen kleinen Ratsch mit den Anbietern.

Gerer ist stolz, wie sich der Kunsthandwerkermarkt in den vergangenen Jahren dank seiner zielstrebigen Aufbauarbeit entwickelt hat. »Was hier ist, findet man in keinem Laden, das ist alles echtes Kunsthandwerk«, betonte der ehemalige ARGE-Vorsitzende. Er befürchtet, dass es keine Neuauflage im nächsten Jahr mehr geben wird. Er würde sich vor allem zurückziehen, weil ihm in den vergangenen Jahren die Unterstützung und Anerkennung der Stadt gefehlt hätten. mix