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Das bisher beste Jahresergebnis

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Dass die Abschlussklasse an der Grund- und Mittelschule Unterwössen ein dort nie dagewesenes Notenergebnis brachte, liegt vor allem an (von links) Urte Hagen (Notendurchschnitt 1,7), Felix Färbinger (1,7), Florian Gasteiger (1,6), Philip Roas (1,5) und Josef Kolbe (1,3). Für die fünf Klassenbesten gab es vom Elternbeirat um die Vorsitzende Sabine Aberger eine Anerkennung. Schulrektor Otto Manzenberger freut sich mit den Schülern.

Unterwössen – 21 Schüler feierten an der Grund- und Mittelschule Unterwössen mit Eltern, Verwandten und Freunden, Lehrern und Honoratioren ihren Schulabschluss. Dabei betonte Rektor Otto Manzenberger, heuer habe man ein Jahresergebnis, wie man es an der Schule noch nie gehabt habe.


Alle Schüler haben den Abschluss geschafft, 90 Prozent von ihnen den Quali, den qualifizierenden Hauptschulabschluss. Sechs Schüler bestanden mit Notendurchschnitt 2,0 und besser, fünf erreichten die Eins vor dem Komma. Von 400 Quali-Schülern im Landkreis haben rund 300 bestanden, unter den besten 13 befinden sich fünf aus Unterwössen. »Unser Bester ist der Drittbeste im Landkreis«, so Manzenberger mit Stolz. Dieses Ergebnis belege ein Erfolgsmodell Mittelschule Unterwössen. Die Wurzeln dafür sieht der Rektor in der überaus produktiven Zusammenarbeit von Schule, Gemeinde, Schülern und Eltern.

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»Ihr seid doch alle meine Kinder!«

Manzenberger bezeichnete Klassenleiterin Christina Stockhammer als einen weiteren Erfolgsfaktor. »Die hat für euch geackert, mitgefiebert und sich für euch stark gemacht.« Klassensprecherin Urte Hagen habe die hektische Lehrerin im Vorfeld gefragt, warum sie so aufgeregt sei. Die Antwort, »Ihr seid doch alle meine Kinder!« Das belege den persönlichen Bezug der Klassenlehrerin zu ihren Schülern, sagte Manzenberger. Die Harmonie dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die »Powerfrau« an der Spitze durchsetzungsstark die Richtung vorgebe. »Ihr Ordnungspfiff auf vier Fingern schreckt die ganze Schule auf.«

Neben den herausragenden Noten sah Manzenberger weitere positive Eigenschaften der Klasse. Heimatverbunden und bodenständig, musikalisch und neugierig, gesprächig und humorvoll. Die Neunte habe die Schule überall hervorragend präsentiert. Besonders hob der Rektor hervor, dass die Klasse vorsichtig offen für Neues sei: »Am Beispiel Eures Mitschülers Ahmad habt Ihr gezeigt, dass zumindest die meisten kapiert und gespürt haben, dass es – trotz aller kultureller Gegensätze – völlig unwichtig ist, wo jemand herkommt. Entscheidend ist, wie der Mensch tickt und welchen Charakter er hat. Dies zeigt bei vielen von Euch schon jetzt soziale Reife und gehört zur Bildung.«

Den guten Eigenschaften wusste Klassenlehrerin Stockhammer Zuverlässigkeit, unermüdlichen Einsatz, Benehmen, Anstand, Geduld zuzufügen. Im Klassenverband sah sie Charmeure, Handwerker, ihre Sekretäre, die sie durch ihr – so Stockhammer – heilloses Chaos leiten. Und dann beschrieb sie mit 4:17 die Situation der vier Mädels im Klassenverbund, die sich gegenüber den 17 Burschen nie unterkriegen ließen. Im Ergebnis blieb Stockhammer die große Freude, die Klasse geführt zu haben.

Schöne, lustige, erfolgreiche, aber auch traurige, anstrengende und frustrierende Momente hätten sie gemeinsam durchgestanden. Bei diesen Worten war ihr die Rührung deutlich anzumerken, auch wenn sie zuversichtlich ist: »Ich bin mir ganz sicher, Ihr werdet alle euren Weg gehen. Bleibt gesund! Ihr werdet mir fehlen!«

Die Schülersprecher Urte Hagen und Ahmad Al Hamadeh Alezeddin hatten vor allem Lob für eine allzeit authentische, emotionale und temperamentvolle Klassenlehrerin, die die Richtung vorgab. Sie sahen ihre Lehrer durchweg positiv, lobten das Zusammenspiel an der Schule vom Rektor bis zur Reinigungskraft und hatten für alle ein Dankeschön – vor allem auch für ihre Eltern.

Unterwössens Bürgermeister Ludwig Entfellner zeigte sich sehr beeindruckt von den guten Schülerergebnissen. Er sah den Aufwand und die Anstrengung des Einzelnen hinter den Ergebnissen. »Ich bin froh über die funktionierende Schule. Neue Ideen, kreative Lehrkräfte, da rührt sich was«, so der Bürgermeister. Er lobte Elternbeirat, Förderverein aber vor allem die Schüler und Eltern. Eltern, die nicht nur ihre Kinder abgäben, sondern selbst bei der Zusammenarbeit mitziehen.

Musik, Schülerporträts und Klassenfahrteindrücke auf der Großbildleinwand und ein Büfett des Elternbeirats brachten eine lange Abschlussfeier bis in die Nacht.

Am Beginn hatte am späten Nachmittag der gemeinsame ökumenische Gottesdienst unter Leitung der Religionslehrerin Gertrud Niklas in der mit Kerzen geschmückten und beleuchteten Pfarrkirche in Raiten gestanden. Die Jugendlichen gestalteten den Gottesdienst aktiv mit. lukk