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Das Bajuwarenmuseum ist »ein Juwel«

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Waging am See. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins für Heimatpflege und Kultur Waginger See bezeichnete Lutz Feiler, Referent für Kultur der Stadt Laufen, das Bajuwarenmuseum als Juwel. Vorsitzender Franz Patzelt zeigte sich darüber sehr erfreut und in seiner Ansicht bestätigt, sei doch »das Bajuwarenmuseum das Museum der Marktgemeinde«. Gleichzeitig verwies er auf die überregionale Bedeutung als Partnermuseum der archäologischen Staatssammlung in München.


Andreas Nominacher von der Waginger Bajuwarengruppe meinte, das Museum sei bei Archäologen anerkannt. Auch in Waging müsse man sich bewusst sein oder endlich werden, »dass wir mit unserem Bajuwarenmuseum etwas Besonderes haben«. Mitglieder der Bajuwarengruppe hätten schon etliche Führungen bestritten und vielerlei Arbeiten am Bajuwarenhaus erledigt. Ziel der Gruppe seien weitere historische Feste. Nominacher verwies auf den Internationalen Museumstag am 12. Mai. Eintritt und Führungen seien an diesem Tag kostenlos. Das historische Fest sei am 22./23. Juni im Erholungspark.

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Patzelt würdigte das Engagement der Bajuwarengruppe, Alfons Schmuck für die Federführung bei den Waginger Musiktagen sowie Helmut Loipfinger für die Organisation des Festabends zur 25-Jahr-Feier des Vereins im kommenden Jahr. Weiter würdigte er die Marktgemeinde Waging, den Bauhof, die Sponsoren und vor allem die Mitglieder für die Unterstützung des Vereins.

Bajuwarenfilm für Kinder empfehlenswert

Besonders erfreut zeigte sich Patzelt, dass die neue Kulturreferentin der Gemeinde, Hedwig Witzleben, das Bajuwarenmuseum zu ihrem Anliegen machen möchte. Sie wolle der »Bajuwarensache« einen neuen Anstoß geben. Dr. Bärbel Strunck, die Witzleben dabei unterstützt, bezeichnete den Bajuwarenfilm im Museum als besonders auch für Kinder empfehlenswert. Die finanzielle Situation des Vereins legte Schatzmeisterin Annemarie Geierstanger dar.

In ihrem Jahresrückblick erinnerte Schriftführerin Christine Heiß an die Vereinsaktivitäten. Feste Bestandteile des Programms waren die Musiktage, das Ferienprogramm, die Lesung mit Josef Wittmann, der Gedichte von Walter Bargen vorlas. Bargen lebt in den USA, seine Mutter stammt aus der Mader-Familie in Fisching. Ein unterhaltsamer Abend unter Federführung von Helmut Loipfinger stand unter dem Motto »Frisch vorg'lesn und aufg'spuit«. Im Februar fand ein Treffen statt mit Leuten, die sich am Waginger Heimatbuch beteiligen wollen. Eine feste Einrichtung ist der monatliche Stammtisch. Außerdem wurde das 24. Jahresheft herausgegeben.

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung stand ein Vortrag von Hans Meyer über die Schlosskapelle Gessenberg. Er zeigte anhand von Bildern die wechselvolle Geschichte der Schlossanlage. Die Kapelle mit Patrozinium am 15. August (Mariä Himmelfahrt) ist eine Nachbildung der Gnadenkapelle in Altötting und wurde 1664 erbaut. Hans Jakob II. Auer von Gessenberg hatte damals die Kosten übernommen.

Vortrag über Schlosskapelle Gessenberg

Im 18. Jahrhundert erfreute sich die Kapelle großen Zuspruchs von Wallfahrern. Noch im 19. Jahrhundert gab es über dem Eingangsportal eine Außenkanzel für die Predigt. Das Salzburger Konsistorium machte der Wallfahrt ein Ende. Votivtafeln, Bilder und dergleichen wurden entfernt. 1866/67 ging die Kapelle in das Eigentum der Waginger Kirchenstiftung über. 1993 wurde die Kapelle außen renoviert, eine Innenrenovierung steht an.

Das nächste größere Ziel ist nach Patzelts Worten die Erstellung eines Heimatbuches von Waging. Er bat um weitere Unterstützung, damit es gelingt, ein interessantes Buch herauszugeben.