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Das Agrarbündnis sieht sich auf einem guten Weg

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Wonneberg. Als vor etwa zweieinhalb Jahren einige Erzeuger-, Verbraucher- und Naturschutzorganisationen das Agrarbündnis gründeten, war es ihr Ziel, Erzeuger und Verbraucher einander näher zu bringen. Das soll die bäuerliche, kleinstrukturierte Landwirtschaft sowie eine ökologisch intakte Kulturlandschaft und das Gemeinwohl fördern und erhalten.


Die Initiatoren wollten aber streng darauf achten, dass das Bündnis politisch und wirtschaftlich unabhängig bleibt, jede der Organisationen ihre eigene Identität behält, sich nicht zwingend in alle Angelegenheiten einbringen müsse und auch außerhalb des Bündnisses eigene Ziele verfolgen könne.

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Jetzt hielten Mitglieder des Bündnisses bei einem Essen und gemütlichem Zusammensein im Gasthaus Alpenblick in Weibhausen einen Rückblick auf das Jahr 2013. Der Sprecher des Bündnisses, Leonhard Strasser, berichtete, dass praktisch jede Woche das Agrarbündnis oder Mitglieder eine Veranstaltung abgehalten oder besucht und darin mitgewirkt haben.

Das Jahr hatte mit einer zusammen mit dem BDM arrangierten Fahrt nach Berlin und der Teilnahme an der Demo »Wir haben es satt« und dem Milchsymposium begonnen. Danach gab es Veranstaltungen mit der Tierärztin Anita Idel, dem Agrarsprecher der Grünen im Bundestag, Harald Ebner, Prof. Antonio Andrioli, Sozialwissenschaftler und Agrarexperte aus Brasilien und dem Bundesvorsitzenden des Bundes Naturschutz, Hubert Weiger.

Außerdem trafen sich Mitglieder des Agrarbündnisses mit Politikern aller Parteien von der Kreisebene aufwärts bis zur Europaebene. Außer an der Demo in Berlin nahmen Mitglieder des Agrarbündnisses auch an der Demo »Mia hams satt« in München und den Aktionen der Milchbauern bei den Länder-Agrarministerkonferenzen in Berchtesgaden, Würzburg und München teil.

Das Agrarbündnis sieht seine Aufgabe aber nicht nur darin, an Demos teilzunehmen, mit Politkern zu diskutieren und Referenten zuzuhören, sondern den Mitgliedern Möglichkeiten zu bieten, sich zu informieren und eine naturnahe und naturverträgliche Landwirtschaft zu ermöglichen. Dazu wurden mehrere Hofbegehungen und Besuche von auf alternative Art betriebenen Höfen gemacht.

Weil auch mehrere Verbraucherorganisationen und Selbstvermarkter, wie Slow Food, Eine-Welt-Läden, die Direktvermarkter zwischen Watzmann und Waginger See, die Solidargemeinschaft BGL und weitere im Bündnis vertreten sind, reißt auch die Verbindung zu den Verbrauchern nicht ab, denn deren Eingaben und Belange werden immer in die Diskussionen einbezogen. Die Mitglieder beim Treffen in Weibhausen waren deshalb sehr zufrieden mit der Arbeit des Bündnisses im Jahr 2013 und versprachen auch heuer eifrig weiterzumachen. Als erstes steht am Freitag die Fahrt nach Berlin zur diesjährigen Demo »Wir haben es satt« an. al