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Danzer führt die Kandidatenliste an

Traunstein. Der Kreisverband Traunstein der Freien und Unabhängigen Wähler (FW/UW) hat sich erneut für die Kommunalwahlen im nächsten März gerüstet. Nachdem die Mitglieder Mitte Juli ihren Kreisvorsitzenden Andreas Danzer zum Landratskandidaten nominiert hatten, stand nun die Aufstellung der Kandidatenliste für den Kreistag an. Bei der Erarbeitung des Wahlvorschlags habe man das Ziel verfolgt, so Danzer, eine »starke, ausgewogene und interessante Liste für die Wähler zu erstellen, um das größtmögliche Ergebnis zu erzielen«.

Zugleich bat der 41-jährige Grabenstätter um Verständnis, dass man nicht alle der rund 90 eingegangenen Bewerbungen hat berücksichtigen können, da nur 70 Listenplätze zur Verfügung stehen. Gute Karten hatte, wer Mitglied im Vorstand oder im Kreistag, Bürgermeister, Bürgermeister-Kandidat und Ortsvorsitzender ist; weitere Kriterien waren regionale Verteilung, erzielte Wahlergebnisse und Stimmenpotenziale. Die 62 anwesenden Stimmberechtigten segneten die von der Vorstandschaft vorgeschlagene, 70-köpfige Kandidatenliste einstimmig ab.

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An deren Spitze steht Danzer, gefolgt von dem Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Lothar Seissiger, und dem Traunsteiner Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Auf den Plätzen vier bis zehn befinden sich der Waginger Bürgermeister und Stellvertretende Landrat Herbert Häusl, Kreisrat Paul Obermeier aus Traunreut, Schnaitsees Bürgermeister und Kreisrat Vitus Pichler, Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm, Kreisrat Franz Obermayer aus Trostberg, Surbergs Bürgermeister und Kreisrat Josef Wimmer und der Chieminger Bürgermeister und Kreisrat Benno Graf.

Inklusive Ersatzbewerber konnten die Freien Wähler 34 neue Kandidaten gewinnen; mit dabei sind wieder sechs Frauen. Die bisherigen FW/UW-Kreisräte Konrad Glück, scheidender Bürgermeister von Seeon-Seebruck, und Hans Thurner, scheidender Bürgermeister von Obing, standen nicht mehr zur Verfügung. Die dienstältesten FW/UW-Kreisräte Seissiger, Wimmer und Obermayer streben nach 18  Jahren eine vierte Amtszeit an.

Danzer freute sich über eine »starke Kreistagsliste« und zeigte sich für die Kommunalwahl optimistisch. Die SPD als zweite Kraft hinter der CSU im Kreistag abzulösen, »ist mit dieser starken Liste ein realistisches Ziel«, meinte Danzer. Derzeit stellen die SPD zwölf, die FW/UW zehn und Bündnis 90/Die Grünen neun Kreisräte. Zudem habe man es geschafft, in fast allen 35 Gemeinden des Landkreises mindestens einen Kandidaten zu nominieren und habe nun kaum mehr weiße Flecken. 2008 sei dies noch nicht gelungen.

Dass die Freien und Unabhängigen Wähler auf dem Vormarsch seien, zeige sich auch darin, dass »wir die einzigen sind, die noch Mitgliederzuwächse verzeichnen«, so Danzer. Im Gegensatz zur politischen Konkurrenz lasse man sich nicht von Parteiideologien oder -strategien leiten, sei unabhängig und sachbezogen und entscheide basisdemokratisch und mit gesundem Menschenverstand. mmü