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Dankerting: Sichere Ausfahrt wird gebaut

Waging am See. Die Bewohner von Dankerting werden sich freuen: Künftig können sie aus ihrer Ortschaft, die an der Staatsstraße 2104 zwischen Holzhausen und Traunreut liegt, weitgehend gefahrlos ausfahren. Die Marktgemeinde Waging am See lässt nämlich den Hang abtragen, der die Ausfahrt an dieser scharfen Kurve immer zu einem Lotteriespiel gemacht hat. Anfang kommender Woche sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, betonte Franz Fenninger, Bautechniker der Gemeinde. Vorausgesetzt das Wetter mache mit, fügte er hinzu.

Jetzt sieht man bereits um die Kurve, und es soll hier noch etwa einen Meter tiefer gegraben werden – für eine optimale Sicht an der bisher sehr gefährlichen Ausfahrt bei Dankerting. (Foto: H. Eder)

Bereits in einer Gemeinderatssitzung Ende 2011 hatte das damalige Gemeinderatsmitglied Stefan Haberlander das Anliegen der Dankertinger vorgetragen. Die Anwohner baten damals um eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h und zusätzlich an einen Verkehrsspiegel an der Ausfahrt. Dies hatten sie mit einer Unterschriftenliste unterstrichen.

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In dem Schreiben der Anlieger an die Gemeinde hatte es weiter geheißen, man könne von Glück sagen, dass beim Herausfahren noch keiner ums Leben gekommen sei. Mehrfache Eingaben der Gemeinde an das Staatliche Bauamt mit dem Ersuchen um eine Geschwindigkeitsbeschränkung waren wirkungslos geblieben. So entschloss sich die Gemeinde letztlich zu der Baumaßnahme. Franz Fenninger kann das Anliegen der Dankertinger sehr gut verstehen. Die Stelle sei wirklich sehr gefährlich, sagt er. Von daher sei die Maßnahme in der Tat angebracht, auch wenn sie um die 10 000 Euro kosten werde.

Schon vergangenen Herbst habe man die Maßnahme anpacken wollen, sagt Fenninger. Aber das sei vom Wetter her nicht mehr möglich gewesen. In Verhandlungen mit dem Grundstücksbesitzer war es gelungen, dessen Einverständnis zum Abgraben dieses sichtbehindernden Hügels zu bekommen.

Über 1000 Kubikmeter Erdreich werden abgetragen, um die Sicht um die Kurve zu ermöglichen. Ein Teil des Aushubs wurde in ein benachbartes Loch eingefüllt, der andere Teil wird in einer Grube bei Scherzhausen deponiert. Erschwert wird die Arbeit durch Telefonkabel, die hier durchlaufen und jetzt tiefer gelegt werden müssen. Den Transport eines Teils des Erdreichs haben Bauern aus der Gegend übernommen. he