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Daniela Ludwig übernimmt den CSU-Vorsitz im Ortsverband Grassau

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Wachablösung bei der CSU Grassau (von links): Manfred Kneis übergab bei der Jahreshauptversammlung die Leitung des Ortsverbands an Daniela Ludwig und wird Stellvertreter wie auch Elke Frisch und Josef Schranzhofer. (Foto: T. Eder)

Grassau. Die Grassauer CSU setzt künftig auf eine weibliche Führungskraft. Manfred Kneis legte sein Amt als Vorsitzender der Ortsgruppe in der Jahreshauptversammlung nieder. Einstimmig wurde für ihn die 36-jährige Versorgungstechnik-Ingenieurin Daniela Ludwig gewählt.


Daniela Ludwig, die erst im Januar Mitglied der Grassauer CSU wurde, sagte, sie habe nicht nur eintreten, sondern auch aktiv mitwirken wollen. So habe sie nach einer vakanten Position in der Vorstandschaft gefragt. Dass ihr gleich der Vorsitz angetragen wurde, damit habe sie nicht gerechnet. Nachdem ihr Manfred Kneis seine Unterstützung zugesagt habe, sei es für sie eine Ehre, dieses Amt zu übernehmen.

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Zu den Stellvertretern wurden Elke Frisch und Josef Schranzhofer wiedergewählt. Josef Sichler kandidierte nicht mehr. Für ihn tritt nun Manfred Kneis als weiterer Stellvertreter der neuen Vorsitzenden ein. Schriftführer blieb Michael Strehhuber, die Kasse obliegt weiterhin Markus Huhn. Kassenprüfer ist Klaus Zeisberger. In den Beisitz wurden Otto Hofer, Dr. Armin Zoller, Doris Noichl, Peter Sprus und Josef Sichler gewählt.

Manfred Kneis erinnerte in seinem Rückblick an den Besuch von Landrat Hermann Steinmaßl und die Vorstellung der drei CSU-Landratskandidaten Franz Parzinger, Andreas Bratzdrum und Siegi Walch. An dem für das Achental angesetzten Bürgerdialog hätte er sich schon etwas mehr Interesse erwartet. Schließlich sei es ein Novum gewesen, dass die CSU gleich drei mögliche Kandidaten vorstellt.

Im ersten Wahlgang sei Siegi Walch nun zum Landratskandidaten für die CSU gewählt worden. In den kommenden Monaten gelte es, die Wahlen vorzubereiten. Kneis monierte, dass Bundestagswahl und Landtagswahl nicht zugleich abgehalten werden, bedeute einen höheren Kosten- und Personalaufwand. Die Landtagswahlen würden entscheiden, ob die CSU Bayern alleine regieren kann.

Für die Ortsgruppe noch wichtiger seien die Kommunalwahlen 2014. Vielleicht gelinge es, ein oder zwei Marktgemeinderäte mehr zu stellen. Am Ende des Wahlmarathons stehe die Europawahl, seines Erachtens, die wichtigste Wahl. Hier gelte es, Wähler zu mobilisieren, da in der EU alle wichtigen Entscheidungen, die Geld kosten, getroffen werden.

Bezirkstagskandidatin Annemarie Funke aus Bergen erklärte, warum sie sich für ein Mandat im Bezirkstag interessiere. Als überörtlicher Sozialhilfeträger sei der Bezirk für die Eingliederungshilfe und Hilfe zur Pflege, aber auch für Kultur-, Heimat-, und Brauchtumspflege sowie für Landschafts- und Umweltschutz wichtig.

Sie arbeite seit Jahren als Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kreisvereinigung Traunstein mit dem Bezirk zusammen. Ihre Kompetenz würde sie nun gerne in die Arbeit des Bezirks einbringen. Mehr denn je gelte es, die Auswirkungen der demografischen Entwicklung im Auge zu behalten, wobei Inklusion zwar wertvoll sei, nicht aber um jeden Preis unterstützt werde. Sie wolle sich für die Kommunen, die Chiemgau-Region sowie die Menschen einsetzen, warb die Bezirkstagskandidatin. tb