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Dampfdreschen war wieder ein Publikumsmagnet

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Einen seltenen Anblick bot Pfarrer Ludwig Westermeier (rechts), der zusammen mit einigen Buben Dachrinnen aushobelte.
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Das große Rad der Dampfmaschine trieb die Dreschmaschine an, die von drei fleißigen Helfern mit Getreide gefüttert wurde. (Fotos: Albrecht)

Kirchanschöring. Seit nunmehr 30 Jahren veranstaltet der Besitzer des Bauernhofmuseums in Hof bei Kirchanschöring, Franz Huber, das Dampfdreschen mit der alten Dampfmaschine. Anno dazumal war das Dreschen nicht nur harte Arbeit, sondern auch ein Fest für die ganze Nachbarschaft. Die Maschine zog von Hof zu Hof und alle halfen mit, die Spreu und das Stroh vom Weizen, in unserer Gegend eigentlich mehr Roggen, zu trennen.


Viel mehr noch als damals ist das Dampfdreschen in Hof zu einem Fest geworden, das inzwischen weit über die Gemeindegrenzen von Kirchanschöring hinaus bekannt und beliebt ist. Auch diesmal war es den ganzen Nachmittag lang ein ständiges Kommen und Gehen, nicht nur um den vielen Aktivitäten zuzusehen, die hier geboten werden, sondern auch um sich die köstlichen Krapfen, Bavesen und Brotzeiten einzuverleiben, die es beim Dampfdreschen jedes Jahr gibt.

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Bereits am frühen Vormittag hatte Hofbesitzer Franz Huber die große Maschine angeheizt, damit sie nicht nur genug Dampf hatte, um die Dreschmaschine anzutreiben, sondern auch für den schrillen, langen Pfiff, mit dem um Punkt 13 Uhr das Dreschen begann. Schon da war das Areal gut mit Besuchern gefüllt, die nicht nur die Dreschmaschine bewunderten, sondern auch die Fertigkeiten der Aussteller.

Ab 14 Uhr wurden die Besucher auch musikalisch unterhalten von einem Sextett von Teisendorfer Musikanten. Selbst der Wettergott zeigte sein Einverständnis mit dem Dampfdreschen und ließ es nur kurz und leicht tröpfeln, während es ringsum ziemlich stark regnete.

Eine Besonderheit beim Dampfdreschen ist, wie die Aussteller mit den Besuchern umgehen. Vor allem die Kinder dürfen nicht nur zuschauen, sondern sogar selbst Hand anlegen. Da werden die Kleinen zu Nagel- und Kunstschmieden, Seildrehern, Sensenmähern, Flegeldreschern und kein geringerer als Pfarrer Ludwig Westermeier zeigte ihnen das Dachrinnenhobeln. Ein geduldiges Pferd ging derweil im Kreis, um den Besuchern eine noch ältere Art des Dreschens zu demonstrieren. al