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Damit sich Blinde besser zurechtfinden

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Orientierungshilfen für Blinde und Sehbehinderte gibt es am Traunsteiner Bahnhof. Am »Tag des weißen Stockes« organisierte die Bezirksgruppe Oberbayern-Rosenheim des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes eine Besichtigung am Bahnhof, bei der diese Hilfen erläutert wurden. (Foto: Humm)

Traunstein. Bei der Umgestaltung des Traunsteiner Bahnhofs haben sich die Stadt und die Deutsche Bahn besonders darauf geachtet, Behinderten dort den Aufenthalt zu erleichtern »Wir haben dabei vor allem an blinde und sehbehinderte Menschen gedacht«, sagte Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Das bestätigte auch Johann Ramstötter, Mitarbeiter bei DB Station und Service im Bahnhofs-Management Oberbayern.


Am »Tag des weißen Stockes« im Rahmen der bundesweiten Aktion der »Woche des Sehens« organisierte die Bezirksgruppe Oberbayern-Rosenheim des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes eine Besichtigung am Bahnhof.

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Teilnehmer waren neben anderen der Regionalbeauftragte Friedrich Gerlmaier, Bezirksgruppenleiterin Brigitte Lindmeier, die Blinden- und Sehbehindertenberaterin für den Landkreis Traunstein, Ingrid Lischke und die Behindertenbeauftragten des Landkreises, Christine Marino. Johann Ramstötter machte beim Verlassen des Bahnhofs zum Busbahnhof hin auf die in den Boden eingearbeiteten hellen Rippen- und Noppenplatten aufmerksam. Sie weisen darauf hin, dass in 80 Zentimeter seitlicher Entfernung eine Bahnsteigkante vorhanden ist. Am Beginn der Geländer befinden sich in Blindenschrift Einkerbungen, die auf das Gleis 1a in Richtung Busbahnhof hinweisen.

Als etwas problematisch bezeichnete Ramstötter die neun Bushaltestellen, denn für einen Blinden sei es nicht leicht, die richtige Haltestelle zu finden. Der Oberbürgermeister meinte, dass hier die Busfahrer gefordert seien. Man müsse sie für Blinde sensibilisieren. Die Sehbehinderten und Blinden bezeichneten Traunstein als einen Vorzeigebahnhof besonders für Behinderte. Das gelte umso mehr, wenn der behindertengerechte Aufzug fertig sein wird. Der Regionalbeauftragte für barrierefreie Umwelt und Verkehr, Friedrich Gerlmaier, kritisierte allgemein die Häufung von den Kreisverkehren in den Orten und nannte sie einen »Horror« für Sehbehinderte und Blinde. Er bemängelte in diesem Zusammenhang fehlende Überquerungsmöglichkeiten. Kösterke sagte, in Traunstein gebe es innerorts nur wenige Kreisverkehre. OH