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Dach der Schulturnhalle in Inzell muss saniert werden

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Das Dach der Grundschule Inzell muss saniert werden. Zusammen mit energetischen Verbesserungen würde das rund 155 000 Euro kosten, schätzt Architektin Helga Meinel. Die Kosten für eine Steuerung der Be- und Entlüftung, einen zweiten Heizkreis für die Turnhalle und mögliche Verbesserungen der Statik des Daches müssen aber erst noch berechnet werden.

Inzell. Nach den Ergebnissen einer Untersuchung der Architektin Helga Meinel ist das Dach der Schulturnhalle dringend sanierungsbedürftig. Wenn zusätzlich die angeratenen energetischen Verbesserungen mit umgesetzt werden, könnte das bis zu 155 000 Euro kosten. Mit Bildern und Zahlen hinterlegt, stellte Meinel dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung die Ergebnisse ihrer Bestandsaufnahme vor.


Aus Sicht der Architektin sollte bei der Sanierung auch die durchlässige und nicht durch eine Dampfsperre geschützte Isolierung über der abgehängten Innendecke erneuert, und die große Fläche aus Glasbausteinen durch wärmegedämmte Fenster ersetzt werden. Der Idealzustand mit Dämmung der Außenwand und Fenstern mit Dreifachverglasung würde etwa 155 000 Euro Kosten. Man könnte aber damit zwischen 20 und etwa 50 Prozent an Energiekosten sparen. Hochgerechnet auf eine übliche Nutzungsdauer von 30 Jahren, würde das etwa 800 000 Euro ausmachen.

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Dringend angeraten sei auch die Umstellung der unkontrollierten Dauerbelüftung auf eine gesteuerte Be- und Entlüftung. Auch sei der Einbau eines zweiten Heizkreises für die Turnhalle angezeigt, um die hohen Vorlauftemperaturen für die Heizkörper reduzieren zu können, die darüber hinaus viel zu groß dimensioniert seien. Die Kosten für beides seien noch nicht mit eingerechnet.

Auf Nachfrage nach der statischen Belastungsfähigkeit des Dachstuhls durch Schneelast bestätigte die Architektin, dass der Dachstuhl zwar noch nicht statisch untersucht wurde, es aber einfache Möglichkeiten gäbe, diesen statisch aufzurüsten. Die Wasserschäden machten zwar keinen Komplettaustausch erforderlich, zum Erhalt der Bausubstanz bestehe aber klarer Handlungsbedarf im kommenden Jahr. Auf Anregung eines Gemeinderats werden die zusätzlichen Kosten für Statik, Be- und Entlüftungsanlage und Heizungsumbau ermittelt, um eine solide Planung für die nächsten Jahre zu ermöglichen.

Der Geschäftsführer der Leader-Aktionsgemeinschaft »Chiemgauer Alpen« (LAG) Kolja Zimmermann informierte den Gemeinderat über die Aktivitäten in der zurückliegenden Periode, in der in den fünf Mitgliedsgemeinden Reit im Winkl, Ruhpolding, Inzell, Bergen und Siegsdorf viele Projekte zur »Stärkung des ländlichen Raumes – Hilfe durch Selbsthilfe« verwirklicht wurden. Dazu gehörten unter anderem Projekte wie der Moorerlebnispfad in Inzell, die Wanderregion Chiemgauer Alpen, die Neugestaltung des Freigeländes im Holzknechtmuseum oder der Generationenspielplatz in Siegsdorf. Ausständig seien noch die Vorhaben Glockenschmiede in Ruhpolding das Berg-Natur-Erlebnis Hochfelln und ein Radltouren-Vermarktungskonzept. Derzeit würden die Ausgangspunkte in die Wanderregionen gestaltet, was sich allerdings stark verzögert habe. Alle begonnenen Maßnahmen könnten noch bis Mitte 2015 abgerechnet werden. Mit 25 000 Einwohnern und 360 Quadratkilometern Fläche sei die Leaderregion zwar eine der kleinsten in Bayern, aber eine der erfolgreichsten.

Im Vergleich zu ganz Bayern gab es dreimal so viele Projekte, wofür die Gemeinschaft 41 Euro Zuschüsse je Einwohner an Zuschüssen erhielt. Bayernweit waren dies 12 Euro pro Einwohner. Seit einem dreiviertel Jahr bemühten sich nun der LAG-Vorsitzende Martin Hobmaier, und er zusammen mit dem Landratsamt um die Bildung einer neuer Gemeinschaft für die Periode 2015 bis 2020, die an neue Mindestvoraussetzungen gebunden ist. So müssen mindestens 65 000 Einwohner dazu gehören. Die erforderliche Fläche erhöht sich auf minimal 640 Quadratkilometer. Durch den Zusammenschluss mit den Achtalgemeinden bis Aschau wurde diese Vorgabe knapp erreicht. Somit gehören 13 Gemeinden der neuen Gemeinschaft an. Der Jahresbeitrag für die einzelnen Kommunen wird sich von derzeit 45 000 Euro auf einen Wert zwischen 22 300 und 24 500 Euro absenken lassen. Einstimmig stimmte der Gemeinderat für eine erneute Beteiligung an der LAG ab 2015. Bürgermeister Hobmaier zeigte sich sehr erfreut über die neue Konstellation zu der nun »starke, erfahrene Partner-Kommunen« hinzustoßen. wb