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»Da geben sogar die Kühe mehr Milch«

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Für Pfarrer Andreas Ager gab es nach der Messe einen Geschenkkorb, überreicht von Kreisbäuerin Resi Schmidhuber (links) und ihrer Stellvertreterin Rosa Braml. (Foto: H. Eder)

Waging am See. »Wo es am Hof familiär und menschlich stimmt, geben sogar die Kühe mehr Milch.« Mit einem Schmunzeln verband der Waginger Pfarrer Andreas Ager seine zentrale Aussage beim Gottesdienst zum Landfrauentag im Waginger Kurhaus auf der schön geschmückten Bühne. Sich gegenseitig loben, sich die Wertschätzung ausdrücken: »Das tut so gut, macht richtig Flügel, da können Sie durchstarten, probieren Sie‘s aus«, appellierte der Pfarrer an die Landfrauen.


Seine Ausführungen begann Pfarrer Ager mit einem Erlebnis unmittelbar vor dem Gottesdienst. Zwei Landfrauen habe er im Auto »durch die Innenstadt von Waging« irren sehen. Schließlich sei es für Auswärtige nicht so ganz einfach, die Straße zum Kurhaus zu finden: »Fünf Mal, glaub ich, sind sie um die Pfarrkirche herumgefahren.« Ausgehend von diesem Bild meinte der Pfarrer, es wäre doch schön, wenn dieser Landfrauentag wieder ein Stück Orientierung bieten würde.

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In seiner Predigt berichtete der Pfarrer von einem Besuch auf einem Bauernhof im Pfarrverband. Bei einem dieser Besuche erlebte er einen Altbauer, der seine Schwiegertochter nicht genug loben konnte, und einen Jungbauern, der von der Tüchtigkeit seines Sohnes schwärmte. Die Botschaft, die der Pfarrer davon mitnahm, ist: »Es ist so etwas Schönes, wenn Menschen sich so lobend zeigen über ihre Mitmenschen und wenn man Freude an der Arbeit merkt.«

Nachdem die Landfrauen die Fürbitten vorgetragen hatten, dankten Kreisbäuerin Resi Schmidhuber und ihre Stellvertreterin Rosa Braml Ager mit einem Geschenkkorb. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Landfrauenchor unter Leitung von Rosa Illguth, die hiermit bereits ihren zehnten Auftritt bei einem Landfrauentag begehen konnte. Gesungen wurde eine alpenländische Messe von Hans Berger aus Oberaudorf, die von Evi Fenninger an der Harfe begleitet wurde.

Der Basar der Landfrauen erwies sich einmal mehr als Anziehungspunkt. Die Stände waren so umlagert von den Besucherinnen, dass schier kein Durchkommen mehr war. Adventsgestecke, Dekorationen und auch Stoffe für Dirndlkleider wurden angeboten. Der Erlös wird für soziale Zwecke verwendet. he

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