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»D' Emma is kemma« begeisterte Publikum

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Sie schüchtert alle ein und führt ein strenges Regiment – Tante Emma Jaschke (gespielt von Anni Gnadl, rechts). Keiner entgeht ihrem Kommando, auch nicht ihr Schwager Hans (Anderl Osenstätter, Mitte) und Hauserin Kathi (Rosa Hylak). (Foto: Volk)

Nußdorf. Einen unterhaltsamen Theaterabend erlebten die Zuschauer der Premiere des Lustspiels »D' Emma is kemma«. Das Stück präsentierte die Theatergruppe des Trachtenvereins im Bürger- und Vereinsheim. Die Gruppe um die Spielleiter Andreas Haberlander und Hanni Gasteiger wurde für die vergnüglichen Stunden mit viel Applaus belohnt.


Tante Emma hält die Dorfgemeinde auf Trab

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Wenn auf dem Lachinger-Hof, einem Bauernhof mit Pension, der Name »Emma« fällt, reagieren alle überaus empfindlich. Hans Lachinger (gespielt von Anderl Osenstätter), seine Kinder Anderl (Martin Zimmermann) und Kuni (Elisabeth Zimmermann) zucken eingeschüchtert zusammen, wenn von Tante Emma Jaschke (Anni Gnadl), der Schwester von Hans Lachingers verstorbener Frau die Rede ist.

Die ungeliebte Verwandte verdirbt auch der Hauserin Kathi (Rosa Hylak) und deren Schwester Anna (Hanni Höllthaler) die gute Laune. Auch Bürgermeister Anton Schnauzer (Heini Jobst) laufen kalte Schauer über den Rücken, als ihm vom baldigen Eintreffen der herrschsüchtigen, resoluten Emma berichtet wird. Die höchste Alarmstufe wird ausgerufen, als Emma im Anmarsch ist beziehungsweise mit Ross und Wagen vom Bahnhof abgeholt wird. Weil sogar das Pferd scheut, als es Emmas Parfüm riecht, landet sie bei Eintreffen auf dem Lachinger-Hof bäuchlings im Saustall. Dies fördert nicht gerade ihren Sanftmut.

In kürzester Zeit ergreift sie das Regiment, macht sogar ihren Schwager Hans zur unterwürfigen Putzfrau und kommandiert die Familie wie ein Feldwebel. »Emma muss weg« – darin sind sich alle einig und entwickeln einen ausgeklügelten Plan, wie sie die Tante vom Hof vertreiben können. Am nächsten Morgen wird Emma eine Komödie ersten Ranges vorgespielt. Diese beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln.

Die Diagnose von Professor Dr. Hans Wenzel (in den sich der pfiffige Hans verwandelt) beängstigt Emma. Die verordnete Therapie des Mediziners lautet: »Sofortiger Klimawechsel und Abreise!« Emma reist ab. Hans Lachinger und seine Familie senden ein Gebet zum Himmel: »Verschone uns von Tanten und anderen Verwandten.«

Die Darstellergruppe des Trachtenvereins lieferte gutes Laienspielerhandwerk und damit die Basis für den Erfolg des Lustspiels aus der Feder von Fred Bosch. Die Darsteller verkörperten ihre Rollen mit Leidenschaft und großem Engagement. Besonders zu würdigen sind die Hauptdarsteller Anni Gnadl und Anderl Osenstätter, die ihr großes Textpensum sicher, routiniert und mit Bravour bewältigten und Auslöser vieler Lacher waren.

Auch die beiden jüngsten Schauspieler überzeugten

In ihren Rollen authentisch und mit erfreulicher Leichtigkeit spielten Rosa Hylak, Heini Jobst und Hanni Höllthaler. Auch Elisabeth Zimmermann und Martin Zimmermann – die Jüngsten der Gruppe – erwarben sich mit ihrem erfrischenden Schauspiel die Gunst des Publikums.

Unterstützt wurde die Darstellergruppe von Johanna Schauer als Souffleuse und Sabine Gnadl, die für passende Frisuren und Schminke sorgte. Viel Mühe machten sich die Bühnenbauer Sepp Schauer und Toni Wimmer, die ein schönes Bühnenbild schufen.

Vier Mal wird das Stück noch aufgeführt – und zwar am kommenden Samstag um 20 Uhr und am kommenden Sonntag um 18 Uhr im Bürger- und Vereinsheim. Letzte Gelegenheiten, sich an dem Lustspiel in drei Akten zu erfreuen, sind am Freitag, 19. April, und Samstag, 20. April, jeweils um 20 Uhr. Kartenreservierung bei Cornelia Schauer, Telefon 08669/819815. Restkarten gibt es an der Abendkasse. pv