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CSU unterstützt Martin Fenninger

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Wonneberg. Die Wonneberger CSU-Ortsverband steht der Freien Bürgerliste Wonneberg zur Seite – ideell und finanziell: Bei einem Treffen im Vereinsraum in St. Leonhard haben die CSU-Mitglieder einstimmig beschlossen, den Bürgermeisterkandidaten der Freien Bürgerliste, Martin Fenninger, zu unterstützen und für den Wahlkampf 200 Euro zur Verfügung zu stellen. Außerdem wollen vier CSU-Mitglieder auf der Liste der Freien Bürgerliste kandidieren.


»Eine Liste hätte auch gereicht«

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CSU-Vorsitzender Michael Frumm-Mayer zeigte sich überrascht davon, dass es jetzt in der Gemeinde zwei Bürgermeisterkandidaten und drei Gemeinderatslisten gibt. Seiner Meinung nach hätte«auch eine Liste ausgereicht«: »72 Kandidaten für zwölf Plätze ist schon sehr sportlich.« Frumm-Mayer hätte es lieber gesehen, wenn es, wie einmal von Martin Fenninger angeregt, eine Einheitsliste in der Gemeinde gegeben hätte, aber: »Es kann hier offenbar nicht mehr jeder mit jedem.« Dabei finde er, es wäre endlich an der Zeit, »die alten Zöpfe aus der Steinzeit der politischen Kultur abzuschneiden und neue Wege zu gehen«.

Fest stehe aber, dass es nicht sinnvoll sei, dass auch die CSU noch eine eigene zusätzliche Liste aufstelle, zumal das Personalangebot bei nur 15 Mitgliedern überschaubar sei. Aus diesem Grund plädierte er dafür, die Freie Bürgerliste und deren Bürgermeisterkandidaten Fenninger zu unterstützen - falls die Mitglieder einverstanden seien.

Dafür sprach sich auch Bürgermeister Josef Mayr aus, der nicht mehr zur Wahl antritt; schließlich seien aus einem kleinen Kreis von vier CSU-Kandidaten, die bei den Freien Wählern Wonneberg – wie die Freie Bürgerliste bis vor einem Jahr hieß – auf der Liste standen, meistens drei in den Gemeinderat gekommen. Daher wolle man die Freie Bürgerliste weiterhin unterstützen. Der Beschluss der Mitglieder fiel dann auch einstimmig aus. Und ebenfalls ohne Gegenstimmen wurde der Vorschlag von Michael Frumm-Mayer angenommen, der Freien Bürgerliste für Wahlkampfkosten einen Zuschuss von 200 Euro zu geben.

Im Zuge des Wahlkampfs, so ein Vorschlag von Bürgermeister Mayr, sollte man den Landratskandidaten Siegi Walch zu einer Veranstaltung in die Gemeinde einladen. Vielleicht ließen sich davon ein paar jüngere Gemeindebürger ansprechen. Frumm-Mayer kündigte an, dass die CSU demnächst einen neuen Vorsitzenden brauche: Er wolle bei den Neuwahlen in diesem Jahr nicht mehr für den Vorsitz kandidieren.

Wichtige Ausweisung von Bau- und Gewerbegebieten

Vor der Abstimmung über eine mögliche Unterstützung hatte Bürgermeisterkandidat Fenninger kurz seine Vorstellungen erläutert, falls er Bürgermeister werden sollte. Fenninger, der schon seit 18 Jahren im Gemeinderat sitzt, nannte als ganz wichtige Projekte die Ausweisung von Bau- und Gewerbegebieten, den Erhalt von Schule und Kindergarten, weitere Straßenbaumaßnahmen und, falls möglich, einen zentralen Komplex mit Wertstoff- und Bauhof, eventuell in Verbindung mit einer Halle, in der auch Veranstaltungen abgehalten werden könnten.

»Energisch dahinterklemmen« wolle er sich in Sachen Nahwärme, und auch für die Reinhaltung des Waginger Sees sieht er die Gemeinde Wonneberg in der Verantwortung. Dies hatte zuvor auch Bürgermeister Mayr herausgehoben, als er einen kurzen Bericht über das abgelaufene Jahr gab. Konkret stehe, so Mayr, demnächst eine Rückhaltemaßnahme bei Enzersdorf an, die den Amsel- und Dobelgraben betreffe. Weitere Uferverbauungen, etwa auch am Panolsgraben, seien geplant. Was die Nahwärme betreffe, die sich laut Gutachten für St. Leonhard rentieren würde, sei man auf der Suche nach einem passenden Grundstück.

Ausführlich ging Mayr auf den Ausbau der Straße von St. Leonhard nach Lauter ein, die wohl in einem halben Jahr fertig sein werde. Die Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro für die 3,1 Kilometer lange Strecke stießen in der Versammlung auf Erstaunen. Mayr erläuterte dazu aber, dass hier neben der Verbreiterung auch einiges Geld für Entwässerungsmaßnahmen aufgewendet werden müsse. Zudem erhalte die Gemeinde für die Maßnahme einen Zuschuss von rund 700 000 Euro.

Ortsumfahrung: »Für alle ein Segen«

Sehr zufrieden äußerte sich der Bürgermeister über die Ortsumfahrung von Weibhausen, die für alle ein Segen sei. Was jetzt noch anstehe, sei eine Umgestaltung der abbiegenden Vorfahrt am Ortseingang von Weibhausen, die vielen bisher »noch nicht bekannt« sei, wie er sarkastisch anmerkte. Und dann habe man auch die Internetverbindung, zumindest in St. Leonhard, Weibhausen und Egerdach auf ein sehr hohes Niveau gebracht.

Abschließend stellte Mayr fest, dass der Gemeinde trotz zahlreicher Investitionen noch finanzieller Spielraum zur Verfügung stehe: »Wir können uns noch ein bisserl was leisten.« Und für die Zukunft wünschte er sich »einen guten Nachfolger und einen guten Gemeinderat«. he