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CSU legt auch in Traunstein wieder deutlich zu

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Dirk Reichenau (SPD) und Gisela Sengl (Grüne) lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Im Wahlstudio im Landratsamt analysierten sie am Sonntag gleich die Ergebnisse. (Foto: Brenninger)

Traunstein. Es war ein triumphaler Sieg für die CSU, die nach dem historischen Absturz vor fünf Jahren die Alleinherrschaft in Bayern zurückerobert hat. Auch in der Großen Kreisstadt Traunstein bestätigte sich der landesweite Trend: Die Christsozialen legten deutlich zu, nachdem sie 2008 noch auf 37,58 Prozent abgesackt waren. Bei dieser Wahl stieg der Anteil wieder auf 52,14 Prozent an.


Auch CSU-Direktkandidat Klaus Steiner konnte sein Ergebnis verbessern. 2008 bekam er in Traunstein noch 40,13 Prozent, diesmal waren es 46,24.

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Zweitstärkste Partei in Traunstein wurde diesmal die SPD. Von 14,78 Prozent legte sie auf 20,49 zu. Die SPD löste damit die Grünen ab. Sie kamen diesmal in Traunstein bei den Zweitstimmen lediglich auf 11,55. Vor fünf Jahren waren es noch 24,61 Prozent.

SPD-Mann Dirk Reichenau bekam in Traunstein 15,95 Prozent der Stimmen. Er war damit fast auf Augenhöhe mit seinem Vorgänger Franz Gnadl, der vor fünf Jahren 15,98 erreichte. Dennoch zeigte sich Reichenau über sein Gesamtergebnis enttäuscht. Der SPD-Direktkandidat aus Tittmoning war mit 12,86 etwas schlechter als 2003. Damals trat er schon einmal an und kam auf 13,02 Prozent. Seinen Worten nach wollte er dieses Ergebnis übertreffen. »Mir tut es leid für die vielen Leute, die im Wahlkampf ehrenamtlich mitgeholfen haben.« Welche Konsequenzen er daraus ziehen wird, ließ er offen. »Das muss ich für mich erst klären«, sagte er.

Zufrieden mit dem Ergebnis war hingegen Gisela Sengl. Die Grünen-Politikerin erreichte in Traunstein 15,86 Prozent. Sie kam damit zwar nicht auf das Ergebnis von Sabine Ponath, die vor fünf Jahren 17,19 in Traunstein erzielte, doch die Freude über das gute Gesamtergebnis überwog.

An vierter Stelle landeten die Freien Wähler. Sie verloren in Traunstein ebenfalls Stimmen. 2008 waren es noch 5,90 Prozent, diesmal kamen sie bei den Zweitstimmen auf 3,97. Direktkandidat Lothar Seissiger errang 8,02. Er war damit etwas besser als sein Vorgänger Andreas Danzer (7,54) vor fünf Jahren.

Für die FDP ging der Daumen auch in Traunstein nach unten. Vor fünf Jahren erzielte die FDP noch ein Ergebnis von 6,93. Diesmal waren es lediglich 2,81. Auch Direktkandidat Walter Buggisch lag mit 2,65 deutlich hinter dem Ergebnis von Alfred Pecha vor fünf Jahren (7,54) zurück.

Der Direktkandidat der Bayernpartei, Alfons Baumgartner, holte 3,66 und verbesserte damit sein Ergebnis von vor fünf Jahren – damals hatte er 2,62. Bei den Zweitstimmen gab es mit 2,30 ebenfalls ein leichtes Plus, 2008 waren es nämlich 2,04. Sein bestes Ergebnis im Landkreis erzielte Manfred Dannhorn (Linke) in Traunstein mit 3,02, bei den Zweitstimmen gab es für die Partei 2,15. ÖDP-Direktkandidat Helmut Kauer bekam 1,70, bei den Zweitstimmen waren es 1,93.

Die Piraten holten in Traunstein 1,64 bei den Zweitstimmen. Direktkandidat Johannes Schmidt kam auf 1,95. Keine Rolle wie im gesamten Landkreis spielten in Traunstein die REP mit 0,68. Ihr Direktkandidat Manfred Strobl kam auf 0,95. SB