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»Crowdfunding« für Klettergriffe

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Stefan Stadler berichtete Neuigkeiten rund um die Boulderwand, die in der Turnhalle entsteht. Bis 23. Juni müssen 15 000 Euro an Spenden zusammenkommen. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Der neue Boulderraum in der Schulturnhalle Teisendorf, die derzeit erweitert und generalsaniert wird, nimmt Gestalt an.


Wie Stefan Stadler in der Jahreshauptversammlung der DAV-Sektion Teisendorf berichtete, sollen nach Einbau des Estrichs die Montagearbeiten für den Boulderraum bereits am 19. Juni beginnen. Bis Freitag 7. April müssen sich für eine Crowdfunding-Aktion, mit der Klettergriffe finanziert werden sollen, 100 »Fans« finden.

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Stellvertretende Schatzmeisterin Simone Resch stellte die Spendensammlungs-Kampagne via Internet näher vor. Als Fan müsse man sich lediglich auf der Internetseite der VR Bank Oberbayern Südost unter dem Stichwort »viele-schaffen-mehr/davteisendorf« registrieren und per Mausklick »Fan werden«. Mit der Eintragung als Fan ist man zu keinem finanziellen Beitrag verpflichtet. »Wir sind guter Dinge, dass wir die 100 Fans schon innerhalb von ein paar Tagen erreichen«, betonte Resch.

Danach beginnt die eigentliche Spendensammlung für die Klettergriffe, die allein 15 000 Euro kosten; alle anderen Investitionen für die Boulderwand sind schon durch Eigenmittel und Zuschüsse abgedeckt. In einem großen Topf müssen bis 23. Juni die 15 000 Euro zusammenkommen. Wenn diese Summe nicht erreicht wird, kann das Projekt nicht verwirklicht werden, und alle, die bis dahin gespendet haben, bekommen ihr Geld zurück.

Jeder gespendete Euro wird laut Resch von der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost um 25 Cent aufgestockt. Ab einer Spende von 75 Euro wird man zur Eröffnungsfeier eingeladen, ab 150 Euro Spende erhält man einen Gratis-Boulder-Schnupperkurs und ab 300 Euro wird man auf einer Dankestafel verewigt.

Stefan Stadler, Leiter des Projekts »Boulderwand«, dankte den Mitgliedern und der Vorstandschaft für ihre Unterstützung. Er betonte, die Boulderwand sei für Jung und Alt da. Mit der Firma Steilheit aus Kufstein habe man einen guten Partner gefunden. Das Architekturbüro sei den Wünschen der Kletterer sehr entgegengekommen, zum Beispiel bei der Be- und Entlüftung und bei der Platzierung der Lichter.

Stadler dankte auch der Gemeinde, mit dem die Alpenvereinssektion eine Nutzungsvereinbarung geschlossen habe. Jeder Kletterinteressierte kann eine Jahreskarte erwerben; die Preise sind gestaffelt, je nachdem ob man Mitglied in der Sektion, in einer anderen Sektion oder Nichtmitglied beim DAV ist. Über eine Chipkarte, die wie ein Schlüssel funktioniert, kommt jeder Inhaber einer Jahreskarte jederzeit hinein, auch in den Ferien. Insbesondere die Nutzungsmöglichkeit in den Weihnachtsferien, in denen man draußen oft noch keinen Wintersport treiben kann, findet Stadler wichtig.

Der Raum werde für verschiedene Schwierigkeitsgrade gestaltet. Es gebe auch nicht so steile Passagen, die sich gut für Kinder oder Einsteiger eignen. Reizvolle Elemente seien auch eine bekletterbare Säule und eine Wand, die nach beiden Seiten verstellt werden kann.

In der Bevölkerung bestehe bereits großes Interesse an dem Boulderraum. Bei der Montage der Wandelemente habe man sich für eine Variante entschieden, bei der Vereinsmitglieder unter Anleitung eines Fachmanns der Firma selbst Hand anlegen können. Die Griffmontage werde dann Stefan Mühlbacher koordinieren, der bereits in der Boulderhalle Traunstein geschraubt habe.

Mit einem Benefizvortrag zum Thema »Auf Felstürme klettern« möchte Stadler am 21. Mai im Nebenzimmer des Gasthofs Alte Post selbst einen Beitrag zum »Crowdfunding« leisten.

Der Bau der Turnhalle geht laut Stellvertretendem Bürgermeister Norbert Schader gut voran. Im September oder Oktober sei die Einweihung geplant. vm